Dr. Andreas Philippi

Philippi fordert Widerspruchslösung bei Organspenden

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Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat anlässlich des Tags der Organspende die Bundesregierung aufgefordert, endlich eine Widerspruchslösung für Organspenden einzuführen. Die Wartelisten bleiben trotz leicht steigender Spenderzahlen weiterhin lang und besorgniserregend.

Philippi: „Keine großen Fortschritte“ bei der Organspendebereitschaft

Am Tag der Organspende hat der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi auf die unzureichende Organspendebereitschaft in Deutschland hingewiesen. Trotz einer leichten Steigerung der Spenderzahlen im letzten Jahr seien die Wartelisten für Transplantationen nach wie vor viel zu lang. Philippi kritisierte die Bundesregierung scharf, da die längst überfällige Widerspruchslösung noch immer nicht umgesetzt wurde. Diese Regelung, bei der jeder Bürger automatisch als Organspender gilt, es sei denn, er widerspricht aktiv, könnte helfen, die Zahl der Spender signifikant zu erhöhen.

985 Organspender im Jahr 2025 – höchster Stand seit 2012

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation berichtete, dass im Jahr 2025 insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet haben. Dies stellt eine Steigerung um 32 Spender oder 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar, und markiert den höchsten Stand seit 2012. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage nach Spenderorganen jedoch alarmierend. Während die Zahl der Organspenden steigt, übersteigt die Anzahl der Menschen auf den Wartelisten diese Zunahme deutlich.

Philippi fordert deshalb nicht nur eine Ausbildungs- und Aufklärungsoffensive, um das Bewusstsein für Organspenden zu stärken, sondern auch die dringende Umsetzung der Widerspruchslösung durch den Bund. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Lebensrettung durch Organspenden für zahlreiche Patienten nicht nur ein fernes Ziel bleibt.

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