Schwimmvereine in Deutschland: Mitgliederzahl stabil.

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Trotz fehlender Wasserflächen in vielen Bädern bleibt die Mitgliederzahl der deutschen Schwimmvereine über 600.000. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) meldet zum Jahresanfang 2026 insgesamt 603.315 Mitgliedschaften und somit einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Schwimmvereine und Infrastruktur im Fokus

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) meldet zum 1. Januar 2026 mehr als 600.000 Mitglieder – ein Zeichen für die Stabilität des organisierten Schwimmsports in Deutschland. Mit 603.315 Mitgliedschaften wurde ein leichter Anstieg verzeichnet, nachdem die Zahl 2025 erstmals seit 2005 wieder über 600.000 lag. Der DSV bedankt sich insbesondere bei den zahlreichen Ehrenamtlichen, die im Hintergrund arbeiten, um das Schwimmangebot aufrechtzuerhalten.

„Trotz der unzureichenden Schwimmflächen bleibt die Schwimmsportfamilie stabil“, erklärt DSV-Präsident David Profit. „Wir setzen uns gemeinsam mit den Landesschwimmverbänden dafür ein, die Infrastruktur der Schwimmvereine zu verbessern.“ Besonders der Sanierungsbedarf von Schwimmbädern ist alarmierend; gewonnene Fördermittel aus Bundes- und Landesprogrammen müssen zeitnah dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Handlungsbedarf beim Schwimmenlernen

Die Schwimmfähigkeit der Kinder in Deutschland bleibt ein zentrales Problem. Laut DSV verlassen über 500.000 Kinder jährlich die Grundschule ohne das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze, welches als Nachweis für die Schwimmfähigkeit gilt. 2025 ertranken in Deutschland beinahe 400 Menschen, was den hohen Handlungsbedarf unterstreicht.

Eine aktuelle Studie zeigt zudem, dass von 100 Kindern, die schwimmen können, lediglich jedes vierte Kind überwiegend im Rahmen des Schulunterrichts schwimmt. Viele erwerben ihre Fähigkeiten in Vereinen oder bei privaten Anbietern, was jedoch stark von der Verfügbarkeit der Wasserflächen vor Ort abhängt.

Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des DSV, fordert deshalb: „Wir brauchen verlässliche Strukturen, damit jedes Kind die Chance hat, schwimmen zu lernen. Insbesondere sind hierzu mehr Wasserflächen und qualifizierte Ausbilder notwendig.” Das Ziel ist es, bis 2036 kein Kind mehr ohne Schwimmfähigkeit aus der Grundschule entlassen zu müssen.

Gemeinsam für mehr Sicherheit im Wasser

Der DSV intensiviert derzeit den Dialog mit Politik und relevanten Partnern. Gemeinsam mit der Bäderallianz wird das Ziel verfolgt, jedem Kind bis 2035 die Möglichkeit zu bieten, sicher schwimmen zu können. Die Bereitstellung ausreichend verfügbarer Wasserflächen ist dabei von zentraler Bedeutung.

Die anstehenden bundesweiten Schwimmabzeichentage vom 13. bis 21. Juni 2026 sollen zusätzlich ein Zeichen für mehr Sicherheit im Wasser setzen. An vielen Standorten können Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre Schwimmfähigkeiten testen. Informationen zu Veranstaltungen und Anmeldungen sind auf schwimmabzeichentage.de erhältlich. Jedes zusätzliche Angebot trägt zur Verbesserung der Situation vor Ort bei.

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