Innovative Prototypen für Stomaträger entwickelt

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Studierende der Hochschule Osnabrück haben innovative Prototypen entwickelt, um den Wechsel von Stoma-Beuteln zu erleichtern. Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensqualität von Menschen mit künstlichem Darmausgang zu verbessern und zeigt die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Praktische Lösungen für Stoma-Träger

Im vierten Fachsemester Allgemeiner Maschinenbau am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück haben Studierende unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Adamek technische Hilfsmittel entwickelt, die den hygienischen und geruchsfreien Wechsel von Stoma-Beuteln unterstützen. Dieses praxisnahe Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens und dem Team des dualen Studiengangs Pflege.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Anregung, sich mit den Schwierigkeiten beim Wechsel und der Entsorgung von Stoma-Beuteln zu beschäftigen, kam aus der pflegerischen Praxis. Wissenschaftliche Mitarbeiterin Rena Diepen machte auf die Notwendigkeit aufmerksam, die Lebensqualität von Stomaträgerinnen und Stomaträgern zu erhöhen. In Gruppenarbeit analysierten die Studierenden bestehende Produkte und entwickelten ihre eigenen Konzepte. Dabei standen effiziente Handhabung, hohe Hygienesicherheit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit im Vordergrund.

Die angehenden Ingenieure berichteten, dass die Herausforderung, sich mit einem medizinischen Produkt auseinanderzusetzen, für sie neu war, doch auch sehr bereichernd. Die verschiedenen Lösungsansätze verdeutlichen, dass kreative Ideen und interdisziplinäre Ansätze in der Produktentwicklung wertvolle Ergebnisse liefern können.

Präsentation der Prototypen

Drei Teams präsentierten ihre entwickelten Prototypen. Ein Team stellte ein Zwei-Kammer-System vor, das den geruchsfreien Austausch von Stoma-Beuteln in einer geschlossenen Umgebung ermöglicht. Die integrierten Handschuhe unterstützen eine hygienische Handhabung, während auf Sicherheit und Tragekomfort geachtet wurde.

Ein weiteres Team präsentierte das mobile Entsorgungssystem „Clean Bag“ und „Clean Dock“, das besonders für unterwegs gedacht ist. Diese Lösung kombiniert einen Rucksack mit speziellen Verschlussmechanismen und geruchsreduzierenden Materialien, wobei Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit im Fokus standen.

Das dritte Team entwickelte ein System, das eine benutzerfreundliche Handhabung und sichere Entsorgung ermöglicht. Der Adapterring sorgt für einfaches Abnehmen der Beutel, während eine verschließbare Tasche mit Tragegurt für eine geruchsdichte Aufbewahrung sorgt.

Zukunftsperspektiven

Die Abschlusspräsentationen zeigten die Vielzahl von Ansätzen, um die Lebensqualität für Stomaträger zu verbessern. Prof. Adamek und Rena Diepen zeigten sich begeistert von den innovativen Ideen der Studierenden und planen, die erfolgreichen Konzepte gegebenenfalls in weiteren Projekten weiterzuentwickeln.

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