Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat den Hauptbetriebsplan für das Salzgewinnungsprojekt „Uyuni“ bei Bunde genehmigt. Das Unternehmen Nobian plant, hochreines Salz durch die Aufsuchung von Sole zu gewinnen.
Nobian plant Salzgewinnung bei Bunde
Das LBEG hat jetzt den Hauptbetriebsplan für die solehaltige Erkundung in der Nähe von Bunde im Landkreis Leer genehmigt. Unter dem Projektnamen „Uyuni“ beabsichtigt der Chemiekonzern Nobian, aus mehreren Kavernen Sole zu extrahieren und diese in die Niederlande zu transportieren, um dort hochreines Salz für die chemische Industrie herzustellen. Nobian ist eine international tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in den Niederlanden und hat ihren deutschen Sitz in Ibbenbüren.
Erkundungsbohrungen für zukünftige Genehmigungen
Der genehmigte Hauptbetriebsplan regelt die technische Umsetzung der Aufsuchung und ist bis zum 30. Juni 2028 gültig. Für spezifische technische Maßnahmen sind jedoch zusätzliche Zulassungen notwendig. Dazu gehört der Sonderbetriebsplan für den Bohrplatz sowie die Erkundungsbohrung Bunde K1, die das LBEG genehmigen muss, bevor mit den weiteren Schritten fortgefahren werden kann.
Entscheidung über die Projektrealisierung
Das Unternehmen hat Vermutungen über einen Salzstock im nordwestlichen Bereich von Bunde, aus dem Sole gewonnen werden könnte. Die geplante Erkundungsbohrung soll entscheidende Informationen liefern, ob sich dort tatsächlich hochwertiges Salz im Kavernenbergbau gewinnen lässt. Basierend auf den Auswertungen dieser Bohrung wird Nobian entscheiden, ob das Projekt umgesetzt werden kann. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird die Erkundungsbohrung gemäß Vorschrift verfüllt und die Fläche für zukünftige Nutzung wiederhergestellt.
Regulatorischer Rahmen des LBEG
Das LBEG fungiert als zuständige Bergbehörde für Niedersachsen sowie weitere Bundesländer. Es ist verantwortlich für die Prüfung und Genehmigung von Betriebsplänen im Rahmen des Bundesberggesetzes (BBergG), welches Unternehmen verpflichtet, solche Pläne einzureichen, bevor sie mit bergbaulichen Vorhaben beginnen können.

