Am 25. Juni 2026 veröffentlicht der Europäische Rechnungshof einen Sonderbericht zur rescEU-Reserve. Diese wurde 2019 eingeführt, um die EU in Krisensituationen besser wappnen zu können.
Entwicklung der rescEU-Reserve
Die rescEU-Reserve wurde als Antwort auf die verheerenden Waldbrände 2017 in Europa ins Leben gerufen. Zunächst lag der Fokus auf der Bereitstellung von Löschflugzeugen und -hubschraubern. Im Laufe der Jahre hat sich der Aufgabenbereich jedoch signifikant erweitert. Neben Löschmitteln umfasst die Reserve heute unter anderem Feldlazarette, Notunterkünfte sowie medizinische Hilfsgüter. Diese Vielfalt an Ressourcen ist entscheidend, da Europa immer häufiger mit komplexen Krisen kämpft, seien es klimabedingte Katastrophen, Pandemien wie COVID-19 oder der Krieg in der Ukraine, der immense humanitäre Herausforderungen mit sich bringt.
Neue Gesetzgebung und erweiterte Finanzmittel
Die steigende Bedeutung der rescEU-Reserve spiegelt sich auch in der geplanten Gesetzgebung der EU wider. Im Jahr 2025 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur Überarbeitung des Katastrophenschutzverfahrens präsentiert, der das bestehende Regelwerk aus dem Jahr 2021 ersetzen soll. Ein bemerkenswertes Budget von 10,7 Milliarden Euro ist für den Zeitraum 2028 bis 2034 vorgesehen, was eine signifikante Erhöhung im Vergleich zu den bisherigen Mitteln darstellt. Der Rechnungshof hat bereits eine Stellungnahme zu diesem Vorschlag herausgegeben und die Auswirkungen der kommenden Regelungen und finanziellen Mittel auf die Effizienz der rescEU-Reserve analysiert.
Prüfung der Einsätze und Ressourcen
Im Rahmen seiner Untersuchung hat der Europäische Rechnungshof zwischen 2022 und 2024 die Planung, Finanzierung und Nutzung der rescEU-Reserve durch die EU-Kommission evaluiert. Dazu gehörten auch Prüfbesuche in Ländern wie Frankreich, Italien, Polen und Finnland. Hierbei wurde der Einsatz der bereitgestellten Mittel, die Reaktion auf Krisensituationen und die generelle Effizienz der Einsätze unter die Lupe genommen. Die Erkenntnisse aus diesen Überprüfungen sollen dazu beitragen, die rescEU-Reserve auch für zukünftige Krisen bestmöglich zu rüsten.

