In der Grafschaft Bentheim steht Angehörigen von Menschen mit Demenz eine Selbsthilfegruppe zur Verfügung. Die Gruppe bietet emotionalen Beistand und praktische Hilfe.
Selbsthilfe in schwierigen Zeiten
Mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenzerkrankung, die nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das ihrer Angehörigen stark beeinflusst. Wenn vertraute Gespräche schwieriger werden, Namen in Vergessenheit geraten und alltägliche Abläufe Unterstützung benötigen, entstehen oft emotionale und organisatorische Herausforderungen für die Angehörigen.
Unterstützung und Austausch in der Gruppe
Die Selbsthilfegruppe in Nordhorn hat es sich zur Aufgabe gemacht, Angehörige in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. „Nichts ist mehr so, wie es war, wenn man mit einem Menschen mit Demenz zusammenlebt. Die Selbsthilfegruppe bietet uns die Möglichkeit, uns auszutauschen und praktische Ratschläge zu geben“, erklärt Elke Snyders, die die Gruppe seit über 15 Jahren leitet. Hier finden Betroffene einen geschützten Raum, um Erfahrungen zu teilen und gegenseitige Unterstützung zu erfahren.
Monatliche Treffen und Fachvorträge
Die Gruppe trifft sich jeden ersten Montag im Monat von 19 bis 20:30 Uhr im Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Kreuzkirche in Nordhorn. Bei den Treffen haben die Teilnehmer die Gelegenheit, nicht nur ihre persönlichen Erlebnisse zu teilen, sondern auch von Fachvorträgen zu profitieren und aktuelle Informationen über das Thema Demenz zu erhalten. „Wir erleben oft, dass andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das gibt uns Mut und das Gefühl, nicht allein zu sein“, sagt Snyders. Die Kernbotschaft bleibt: „Wir wollen einfach füreinander da sein.“
Die Selbsthilfegruppe wird unterstützt von der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim. Interessierte können sich bei Dr. Annegret Hölscher unter 05921 961867 oder per E-Mail an [email protected] erkundigen. Weitere Informationen sind auch auf der Website www.selbsthilfe.grafschaft-bentheim.de erhältlich.

