Daten als Schlüssel zur besseren Unternehmenssteuerung

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Im Rahmen des Forums Digitalisierung der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim wurden praxisnahe Ansätze für eine datenbasierte Unternehmenssteuerung präsentiert. Experten auf diesem Gebiet diskutierten, wie Unternehmen durch die gezielte Nutzung und Analyse von Daten ihre Prozesse optimieren können.

Daten als treibende Kraft für Unternehmen

Im digitalen Zeitalter entstehen in Unternehmen kontinuierlich große Mengen an Daten, die häufig ungenutzt bleiben. Diese ungenutzten Informationen bergen jedoch ein großes Potenzial, wenn sie richtig aufbereitet und interpretiert werden. Wie diese Herausforderungen angegangen werden können, beleuchteten Experten beim Forum Digitalisierung der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim.

Praktische Einblicke von Fachleuten

Der Auftakt der Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Liane Haak, Dekanin am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück, geprägt. Sie legte die grundlegenden Zusammenhänge und Möglichkeiten einer datenbasierten Unternehmenssteuerung dar. Daraufhin teilten verschiedene Unternehmensvertreter ihre Erfahrungen zu den konkreten Vorteilen und Herausforderungen bei der Datenverarbeitung. Tobias Holtkamp von der Holtkamp Consulting GmbH stellte die Bedeutung von Data-Warehouse-Lösungen heraus. Seiner Meinung nach sind erfolgreiche Datenprojekte entscheidend für das Vertrauen in die eigenen Entscheidungen. „Datenprojekte sind dann erfolgreich, wenn sie nicht nur Reports erzeugen, sondern Vertrauen schaffen – in Zahlen, in Entscheidungen und in die eigene Steuerungsfähigkeit“, erklärte Holtkamp.

Vielfalt der Ansätze in der Digitalisierung

Nicolas Roscheng von der Grafschafter Nachrichten GmbH präsentierte einen speziellen Ansatz zur Digitalisierung im Lesermarkt. Er zeigte auf, wie datenbasierte Auswertungen zur Verbesserung des Nutzerverhaltens und der Entwicklung von Angeboten beitragen können. Im Rahmen des „Drive“-Verbunds werden dazu wertvolle Artikel- und Nutzungsdaten von über dreißig Verlagen zusammengeführt. Roscheng betonte die neuen Kooperationsmöglichkeiten, die durch die Digitalisierung entstehen.

Das Forum verdeutlichte auch, dass Digitalisierung nicht immer mit hohen Investitionen verbunden ist. Stephan Feldker von der moduco GmbH stellte seine Strategie vor, gezielt auf maßgeschneiderte, schlanke Lösungen anstatt komplexer Software zu setzen. Das Ziel sei eine effiziente Digitalisierung spezifischer Unternehmensprozesse.

Gitta Mäulen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung, fasste abschließend zusammen, dass der Schlüssel zur Datennutzung nicht die Fülle an Informationen ist, sondern wie diese genutzt werden können. „Der Weg zu einer datenbasierten Unternehmenssteuerung beginnt mit dem ersten Schritt“, so Mäulen. Die Veranstaltung ermutigte die Teilnehmenden, ihre eigenen Prozesse transparenter zu gestalten und bessere Entscheidungen auf der Grundlage verlässlicher Daten zu treffen.

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