Der Straßenverkehr bleibt einer der größten Energieverbraucher in Deutschland und damit auch ein zentrales Thema für die Region. Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat aktuelle Zahlen für das Jahr 2024 vorgelegt. Sie zeigen, dass sich am hohen Energiebedarf durch Autos, Lkw und Co. bislang wenig geändert hat, auch wenn die E-Mobilität langsam an Bedeutung gewinnt. Für Pendler und Unternehmen in Ibbenbüren, Lotte und im benachbarten Emsbüren im Landkreis Emsland sind diese Entwicklungen unmittelbar spürbar, sei es an der Tankstelle, in der Logistik oder bei der Verkehrsplanung vor Ort.
Gut ein Fünftel des Energieverbrauchs entfällt auf den Straßenverkehr
Nach Berechnungen von Destatis machte der Straßenverkehr im Jahr 2024 bundesweit 22,2 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus und war für 21,4 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Das entspricht rund 2.134 Petajoule und 155 Millionen Tonnen CO2. Für Landkreise wie Steinfurt, in denen der Pendlerverkehr zwischen Wohnorten wie Ibbenbüren und Lotte und den umliegenden Arbeitsplätzen eine große Rolle spielt, unterstreicht das die Bedeutung des Themas für die lokale Verkehrs- und Klimapolitik.
Verbrauch seit 2021 stabil, aber unter dem Niveau von 2019
Seit 2021 bewegt sich der Energieverbrauch im Straßenverkehr auf einem weitgehend konstanten Niveau. Er liegt weiterhin um 11,0 Prozent unter dem bisherigen Höchstwert aus dem Vor-Corona-Jahr 2019, als 2.399 Petajoule verbraucht wurden. Zwischen 2010 und 2019 war der Verbrauch noch um 6,7 Prozent gestiegen. Für Regionen wie das Emsland und den Kreis Steinfurt, in denen der Wirtschaftsverkehr zwischen mittelständischen Betrieben und überregionalen Verkehrsachsen eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich damit eine gewisse Stabilisierung, aber noch keine spürbare Trendwende hin zu weniger Verbrauch.
E-Mobilität spielt beim Energieverbrauch noch eine untergeordnete Rolle
Konventionelle Kraftstoffe wie Benzin und Diesel deckten 2024 mit 98,0 Prozent nahezu den gesamten Energiebedarf des Straßenverkehrs ab. Der Anteil von Strom lag lediglich bei 1,0 Prozent. Auch in ländlich geprägten Regionen wie Emsbüren, wo weite Wege und Pendelverkehr zum Alltag gehören, spiegelt sich damit ein bundesweites Muster: Die Umstellung auf Elektromobilität schreitet zwar voran, macht sich beim tatsächlichen Energieverbrauch aber bislang kaum bemerkbar.
Bedeutung für die Region
Für Unternehmen und Pendler in Ibbenbüren, Lotte und Emsbüren bleibt der Straßenverkehr damit vorerst ein zentraler Kostenfaktor und ein wichtiges Handlungsfeld für Klimaschutzmaßnahmen. Die Destatis-Zahlen liefern eine bundesweite Momentaufnahme, die sich angesichts der Pendlerstrukturen und der Wirtschaftsverkehre in der Region unmittelbar auf lokale Themen wie Verkehrsplanung, Ladeinfrastruktur und betriebliches Mobilitätsmanagement übertragen lässt.

