An der Ludgerusschule in Rhede haben die Grundschülerinnen und Grundschüler in geheimer Wahl über ihr neues Spielgerät abgestimmt. Das Projekt markiert den Abschluss der ersten Kinderbeteiligung, die von der Stadtverwaltung und dem Jugendbüro Rhede initiiert wurde.
Deutliche Mehrheit für neues Spielgerät
Die Abstimmung in der Sporthalle der Ludgerusschule war ein voller Erfolg. 198 von 314 Schülern stimmten für ein Spielgerät, das zwei Rutschen, eine schrägen Rampe, Haltetau, Kletterwand, Steigstamm, Hangel-Leiter, Brücke mit Schwingtellern und eine zusätzliche Schaukel mit zwei Sitzen umfasst. Diese neue Spielkombination wird den bestehenden Niedrigseilgarten ersetzen und soll in den Herbstferien aufgebaut werden.


Kinderbeteiligung als Erfolgskonzept
Bei der Veranstaltung, die von Schulleiterin Eva Vilshöver eröffnet wurde, konnten die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihre Vorstellungen skizzieren. Vor der Abstimmung hatten die Kinder bereits 240 Rückmeldungen zu ihren Wünschen abgegeben. Marvin Berger vom Jugendbüro erläuterte, dass diese Wünsche an drei Spielgerätehersteller weitergegeben wurden, deren Vorschläge nun zur Wahl standen.
„Die Begeisterung der Kinder zu erleben, war überwältigend. Ihr Jubel zeigt, wie wichtig es ist, Kinder in die Gestaltung ihrer Umgebung einzubeziehen“, betonte Melanie Elting von der Stadt. Ihr Kollege Michael Schleuter und Berger unterstützen sie bei der Umsetzung des Projekts. Eltings Resümee zur Kinderbeteiligung ist durchweg positiv: „Wir planen, dieses Konzept zukunftsorientiert weiterzuentwickeln und dem Sozial-, Bildungs- und Sportausschuss vorzulegen.“
Politische Unterstützung für kreative Lösungen
Vertreter des Rheder Rates und des Kreisjugendamtes waren zur Abstimmung gekommen, um sich ein Bild von diesem innovativen Ansatz der Kinderbeteiligung zu machen. Ihre Anwesenheit unterstreicht das Engagement der Stadt für die Mitgestaltung durch die jüngsten Bürger. Die Hoffnung besteht, dass durch regelmäßige Kinderbeteiligungen auch zukünftige Spielplätze, Schulaußengelände oder Bolzplätze an den Wünschen der Kinder orientiert werden können.


