Das Deutsch-Polnische Frauenforum 2026 in Olsztyn förderte den Austausch zwischen Frauen aus Osnabrück und Olsztyn. Unter dem Motto „Frauen für Frauen – stärken jenseits von Grenzen“ trafen sich Delegierte aus beiden Landkreisen, um Kooperationen zu fördern.
Persönlicher Austausch im Fokus
Das Deutsch-Polnische Frauenforum 2026 fand Anfang Juli im polnischen Powiat Olsztyński statt und verdeutlichte die Bedeutung von persönlichen Beziehungen für eine lebendige europäische Partnerschaft. Vertreterinnen der Landkreise Olsztyn und Osnabrück, darunter politische Entscheidungsträgerinnen und Fachleute aus dem Gesundheits- und Bildungsbereich, kamen zusammen, um bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen zu initiieren.
Bereits beim Begrüßungsabend unter Leitung von Joanna Michalska-Reda wurde der Grundstein für einen intensiven Austausch gelegt. Die Teilnehmerinnen fanden eine herzliche Atmosphäre vor, in der sie sich über aktuelle Herausforderungen, gemeinsame Interessen und ihre Arbeit austauschten. Diese persönlichen Begegnungen sind entscheidend für den Aufbau und die Pflege nachhaltiger Netzwerke über Ländergrenzen hinweg.
Kulturelles Programm und nachhaltiger Austausch
Am zweiten Tag besuchte die Delegation das Ethnografische Parkmuseum Olsztynek. Dort erhielten sie bei einer Führung und Workshops zu traditioneller Volksmedizin und regionalem Handwerk Einblicke in die lokale Kultur. Eine Verkostung regionaler Kräutertees schuf Gelegenheiten für weitere Gespräche über Traditionen und kulturelle Besonderheiten.
Besonders interessant war der Besuch des Bildungsbauernhofs „Ermländische Biene“, wo Themen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz behandelt wurden. Hier konnten die Teilnehmerinnen aktiv Erfahrungen sammeln, beispielsweise bei Honigverkostungen und der Herstellung nachhaltiger Wachstafeln aus Bienenwachs. Diese praxisnahe Herangehensweise förderte einen lebendigen Austausch und gemeinsames Lernen.
Gemeinsame Inspiration und zukünftige Projekte
Ein Höhepunkt war der Integrationsabend mit Lagerfeuer, Musik und Grillen, der von den Landfrauenvereinigungen vor Ort unterstützt wurde. Diese ungezwungene Atmosphäre schuf Raum für vertiefte Gespräche und trug zu einem besseren Verständnis untereinander bei.
Im Marschallamt der Woiwodschaft Ermland-Masuren diskutierten die Teilnehmerinnen mit Marcin Kuchciński und Katarzyna Sobiech über Perspektiven künftiger Projekte und blickten gleichzeitig auf die Entwicklung des Forums zurück. Zudem wurde Anna Wagner-Rybińska mit einer Blumenniederlegung geehrt, was die Bedeutung individueller Beiträge zur deutsch-polnischen Partnerschaft unterstrich.
Das Forum endete mit einem gemeinsamen Abend in Tumiany, der nochmals Gelegenheiten bot, neue Ideen für eine vertiefte Zusammenarbeit zu entwickeln. Insgesamt wurde im Rahmen des Deutsch-Polnischen Frauenforums 2026 eindrucksvoll erkennbar, wie der Gedanke „Women Beyond Borders“ durch persönlichen Austausch und gemeinsame Aktivitäten lebendig wird.

