Vom Bankkaufmann zum Hotel-Designer: Lingener Philipp Franke gestaltet Räume in aller Welt

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Wenn es um moderne Hotelzimmer, Serviced Apartments oder Studentenwohnheime geht, mischt ein Lingener kräftig mit. Philipp Franke arbeitet für die GH Hotel Interior Group und hat einen ungewöhnlichen Weg in seinen heutigen Beruf gefunden.

Vom Bankkaufmann zur Kreativbranche

Franke hat ursprünglich Bankkaufmann gelernt und ist über die Bank in die Immobilienwirtschaft gekommen. Zahlen und Wirtschaftlichkeit haben ihn schon immer interessiert, gleichzeitig aber auch Architektur und Hotels, damals allerdings nur als Hobby. Kunst war bereits in der Schule sein Lieblingsfach, doch lange wusste er nicht, wie er diese kreative Seite beruflich nutzen sollte.

Der Wendepunkt kam mit der Coronazeit, als Visualisierungen für Gewerbeimmobilien immer wichtiger wurden. Dadurch kam Franke zum ersten Mal intensiver mit dem Thema Interior Design in Berührung. Ihm wurde klar, dass ihn vor allem die Frage interessiert, warum sich Menschen an manchen Orten sofort wohlfühlen und an anderen eben nicht.

Der Schritt in die Hotelbranche

Mit dem Wechsel zur GH Hotel Interior Group konnte Franke schließlich seine wirtschaftliche Denkweise mit Kreativität verbinden. Heute plant er Hotelzimmer, Serviced Apartments, Studentenwohnheime und viele weitere Objekte, eigentlich alles, wo Menschen schlafen, ohne zu Hause zu sein.

Er weiß, dass er noch viele Jahrzehnte arbeiten wird, oft deutlich mehr als vierzig Stunden pro Woche. Genau deshalb ist ihm wichtig, etwas zu tun, das ihn wirklich begeistert. Für ihn fühlt sich seine Arbeit bis heute nicht wie Arbeit an, sondern wie die Möglichkeit, jeden Tag Räume zu gestalten, in denen andere Menschen schöne Erinnerungen sammeln.

Individuelle Lösungen statt Möbel von der Stange

Ein Hotelzimmer muss laut Franke ganz anderen Anforderungen gerecht werden als die eigenen vier Wände. Ein Möbelstück soll gut aussehen, muss aber auch hunderte oder tausende Nutzungen über viele Jahre hinweg aushalten. Deshalb setzt sein Team überwiegend auf individuell entwickelte Lösungen, angepasst an jedes einzelne Projekt.

Von Hotels bis Ferienhäusern

Das Aufgabenfeld der GH Hotel Interior Group reicht mittlerweile weit über klassische Hotels hinaus. Dazu gehören Fluss und Kreuzfahrtschiffe, Serviced Apartments, Studentenwohnheime, Senior Living, Büros, Gastronomie, Privatkliniken, Internate, Tiny Häuser und Ferienhäuser. Im Grunde gestaltet das Team alles, wo Menschen sich über einen längeren Zeitraum aufhalten, ohne zu Hause zu sein.

Franke rät Unternehmen mit begrenztem Budget, sich frühzeitig einen Profi mit ins Boot zu holen. Ein Budget sei für ihn keine Einschränkung, sondern eine Vorgabe. Individualität entstehe nicht automatisch durch viel Geld, sondern durch ein stimmiges Konzept, die richtigen Materialien, einen regionalen Bezug und vor allem durch die Menschen, die einen willkommen heißen.

Mit dieser Haltung sorgt der gebürtige Lingener dafür, dass Design made in der Region auch international Räume prägt, in denen sich Menschen wohlfühlen sollen.

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