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Niedersachsen startet Projekt zur Ernährungssicherheit

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Niedersachsen hat das Forschungsprojekt „AgriSecure“ ins Leben gerufen, um die Ernährungssicherheit in Krisenzeiten zu stärken. Mit einer Förderung von 1,5 Millionen Euro zielt das Projekt darauf ab, die Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu optimieren.

Hintergrund des Projekts AgriSecure

Die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung in Krisenzeiten ist von zentraler Bedeutung. Angesichts der jüngsten globalen Herausforderungen, wie der COVID-19-Pandemie und geopolitischen Konflikten, sieht das Land Niedersachsen die Notwendigkeit, die bestehenden Strukturen der Agrarwirtschaft zu analysieren und zu verbessern. Die Initiative „AgriSecure – Vorsorgeorientierte Stärkung der Ernährungssicherheit in Niedersachsen“ wird das Augenmerk auf die Stabilität von Wertschöpfungsketten legen.

Ziele und Vorgehensweise

Das Projekt, das an der Universität Vechta unter der Leitung des Verbunds Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) umgesetzt wird, hat klare Ziele. Die Wissenschaftler werden zusammen mit Wirtschafts- und Sozialpartnern zentrale Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungswirtschaft untersuchen, kritische Abhängigkeiten identifizieren und Handlungsempfehlungen zur Stärkung resilienter Versorgungssysteme entwickeln.

„Wir wollen praxisorientierte Lösungen entwickeln, um die Funktionsfähigkeit des Lebensmittelmarktes im Krisenfall sicherzustellen“, erklärt Dr. Barbara Grabkowsky, Leiterin von trafo:agrar. Der Fokus liegt dabei auf der Lebensmittelerzeugung und dem Vertriebsprozess, aber auch die Energieversorgung wird in die Analyse einbezogen, um die Energieautarkie in Niedersachsen zu fördern.

Vorsorge-Blaupausen für die Zukunft

Ein zentrales Element des Projekts ist die Entwicklung von „Vorsorge-Blaupausen“, die es Niedersachsen ermöglichen sollen, mögliche zukünftige Krisen besser zu bewältigen. Dazu werden Strukturen in den Wertschöpfungsketten für Produkte wie Milch, Fleisch, Obst und Gemüse sowie Getreide und Kartoffeln analysiert. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, diese Strukturen stabiler und resilienter zu gestalten.

Verbraucherschutzministerin Miriam Staudte hebt hervor, wie wichtig es ist, frühzeitig zu handeln und proaktive Maßnahmen zu etablieren. „Wir müssen die bestehenden Strukturen analysieren und Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten“, sagt sie.

Mit der Unterstützung von 1,5 Millionen Euro ist das Land Niedersachsen bereit, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Ernährungssicherheit seiner Bürger auch in schwierigen Zeiten zu gewährleisten. Das Projekt „AgriSecure“ könnte somit einen wesentlichen Beitrag zur Krisenbewältigung im Agrarbereich leisten.

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