Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ist im Jahr 2025 um 177.000 gesunken. Damit sind nun 6,5 Millionen Menschen in diesem Sektor sozialversicherungspflichtig beschäftigt, was fast ein Fünftel aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ausmacht.
Rückgang in verschiedenen Branchen
Der Rückgang der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe ist besonders deutlich in den Bereichen Kraftwagen und Kraftwagenteile, Metallverarbeitung und Maschinenbau. Im Jahr 2025 verzeichnete die Automobilindustrie einen Verlust von 52.000 Beschäftigten, während die Metallindustrie 24.000 und der Maschinenbau 28.000 Arbeitsplätze verloren hat. Dieser Multiplikator-Effekt trägt wesentlich zum insgesamt stagnierenden Arbeitsmarkt bei.
Übersicht über den Gesamtarbeitsmarkt
Insgesamt ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze über alle Branchen hinweg um 108.000 gesunken. Obwohl in anderen Wirtschaftszweigen Zuwächse verzeichnet werden konnten, reicht deren Beitrag nicht aus, um die massiven Verluste im Verarbeitenden Gewerbe auszugleichen. Diese Entwicklungen werfen Fragen nach der langfristigen Stabilität und der Zukunftsfähigkeit des Sektors auf.
Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit
Um den Herausforderungen der Transformation im Verarbeitenden Gewerbe zu begegnen, setzt die Bundesagentur für Arbeit auf die Einrichtung von Arbeitsmarktdrehscheiben. Diese Initiative zielt darauf ab, Unternehmen, die momentan Fachkräfte benötigen, mit solchen zu vernetzen, die Personal abbauen müssen. Auf diese Weise soll die Fachkräftesicherung gefördert und zugleich der Arbeitsplatzverlust minimiert werden. Weitere Informationen über die aktuellen Beschäftigungsdaten sind auf der Statistik-Webseite der Bundesagentur für Arbeit verfügbar.

