Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697

Stalking in Niedersachsen: Leichter Rückgang, neue Risiken

Anzeige

Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt einen leichten Rückgang der Stalking-Fälle in Niedersachsen. Dennoch bleibt das Thema ernst, da moderne Täter zunehmend digitale Technologien nutzen, um ihre Opfer zu überwachen und zu kontrollieren.

Rückgang der Stalking-Fälle in Niedersachsen

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 weist für Niedersachsen einen Rückgang der Stalking-Fälle um 1,5 % aus. Während im Jahr 2024 noch 2.389 Fälle registriert wurden, sind es 2025 nur noch 2.354. Die hohe Aufklärungsquote von 93,2 % zeigt, dass in den meisten Fällen Täter:innen und Opfer bekannt sind. Dennoch warnt das LKA Niedersachsen vor einem besorgniserregenden Trend: Die Methoden, die Täter anwenden, haben sich verändert und technisiert.

Technisierung des Stalkings

Die Expert:innen des LKA berichten, dass Täter:innen zunehmend digitale Mittel einsetzen, um ihre Opfer zu verfolgen und unter Druck zu setzen. Die Möglichkeiten reichen von der Überwachung durch Stalkerware, über das Ausspähen von sozialen Netzwerken, bis hin zur Nutzung von Bluetooth-Trackern. Besonders besorgniserregend sind Techniken wie Doxxing, bei denen private Informationen veröffentlicht werden, oder der Einsatz von manipulierten Videos (Deepfakes).

Strategie gegen modernes Stalking

Das LKA hebt hervor, dass die Reaktion der betroffenen Personen entscheidend sein kann. Ein schnelles Handeln ist notwendig, auch wenn der Drang besteht, sofortige Maßnahmen zu ergreifen – wie etwa das Löschen von Überwachungssoftware. Oft ist dies riskant, da wertvolle Beweise verloren gehen und Täter:innen sofort über solche Änderungen informiert sein können.

Die Polizei empfiehlt, in Verdachtsfällen frühzeitig Anzeige zu erstatten, Beweise zu sichern und Unterstützung von Beratungsstellen in Anspruch zu nehmen. Wichtige Schritte sind das Führen eines Stalking-Tagebuchs und das strategische Ändern von Passwörtern nach Beratung. Durch den Einsatz von Zwei-Faktor-Authentifizierung und restriktiven Datenschutzeinstellungen können Opfer ihre digitale Sicherheit erhöhen.

Es ist entscheidend, die Kontrolle über die eigene digitale Identität zu behalten, was nicht nur für den akuten Fall, sondern auch für nachhaltigen Schutz von Bedeutung ist. Für mehr Informationen bietet das LKA umfangreiche Beratungsangebote, die unter anderem rechtliche Möglichkeiten zur Unterstützung von Betroffenen aufzeigen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel