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Agentur für Arbeit

Beschäftigung von Schwerbehinderten in Deutschland steigt

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Die Zahl der Beschäftigten mit Schwerbehinderung in Deutschland hat sich positiv entwickelt. Im Jahr 2024 gab es einen Anstieg auf etwa 1,14 Millionen Beschäftigte, was einen Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Positive Entwicklung trotz Herausforderungen

Die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung in Unternehmen mit mindestens 20 Arbeitsplätzen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. In 2024 sind rund 1,14 Millionen schwerbehinderte Menschen in der Erwerbsbevölkerung tätig, was einer Steigerung von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies liegt über dem allgemeinen Beschäftigungswachstum in Deutschland, welches bei 0,4 Prozent liegt. Dennoch ist die Erwerbstätigenquote dieser Bevölkerungsgruppe mit 50,9 Prozent deutlich niedriger als die der Gesamtbevölkerung, die bei 77,2 Prozent liegt.

Erfüllung der Beschäftigungspflichten durch Unternehmen

Von den rund 181.000 Arbeitgebern, die im Jahr 2024 zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen verpflichtet waren, erfüllten 39 Prozent ihre gesetzliche Pflicht vollständig. Über die Hälfte dieser Arbeitgeber beschäftigt sogar mehr schwerbehinderte Menschen als gesetzlich vorgeschrieben. Rund 36 Prozent der Unternehmen erfüllten die Beschäftigungspflicht teilweise, während etwa 25 Prozent keine schwerbehinderten Menschen beschäftigt haben. Die öffentliche Verwaltung zeigt die höchste Erfüllungsquote, aber auch das verarbeitende Gewerbe kommt seiner Verantwortung größtenteils nach.

Arbeitslosigkeit bleibt hoch

Die Arbeitslosenquote unter Schwerbehinderten betrug im vergangenen Jahr 12,0 Prozent, was deutlich über dem Durchschnitt der gesamten Arbeitslosenquote liegt. Im Jahr 2025 waren etwa 185.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos, was einem Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auffällig ist, dass 52 Prozent dieser arbeitslosen Menschen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluss besitzen. „Obwohl wir Fortschritte sehen, ist der Bedarf an echter Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt noch lange nicht gedeckt“, betont Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. Diese Gruppe ist oft besser qualifiziert, hat jedoch geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zur Verbesserung der Lage bietet die Bundesagentur für Arbeit spezielle Unterstützungsangebote an, die die Integration in Ausbildung und Beschäftigung fördern.

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