Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt Venner Moor-Projekt

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Der Landkreis Osnabrück und die Heinz-Sielmann-Stiftung haben eine Zusammenarbeit zur Wiedervernässung des Venner Moores beschlossen. Das Projekt ist Teil der langfristigen Maßnahmen zum Schutz dieses wichtigen Ökosystems.

Kooperation für den Klimaschutz

Im Venner Moor finden derzeit umfangreiche Wiedervernässungsmaßnahmen auf einer Fläche von 218 Hektar statt. Die Heinz-Sielmann-Stiftung plant die Übernahme von Flächen im Großen Moor und Campemoor, um diese für den Natur- und Klimaschutz zu bewirtschaften. Bei einem Besuch im Moor informierten sich Vertreter der Stiftung und des Landkreises Osnabrück über die laufenden Projekte.

Landrätin Anna Kebschul betont die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz, da sie rund zehn Prozent des CO2-Ausstoßes in Niedersachsen verursachen. „Die Wiedervernässung ist ein wesentlicher Beitrag für unser Klima“, erklärt sie und hebt hervor, dass Moore Rückzugsorte für viele gefährdete Arten sind.

Nachhaltige Flächennutzung im Fokus

Die Zusammenarbeit zwischen der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landkreis könnte neue Perspektiven für die Entwicklung des Venner Moores eröffnen. Dazu gehören die Pachtung oder der Nießbrauch von Flächen, die vormals abgetorft waren. Diese Flächen sind umfangreich kartiert und stellen bereits konkrete Vorschläge für entwicklungs- und pflegeorientierte Maßnahmen bereit.

Für Kebschul ist entscheidend, dass Flächen mit hoher ökologischer Wertigkeit in ein umfassendes Konzept eingebunden werden. „Ein Ankauf durch die Stiftung könnte einen wertvollen Beitrag leisten“, so die Landrätin.

Schritt in eine nachhaltige Zukunft

Jochen Paleit, Vorsitzender der Stiftung, hebt die Wichtigkeit langfristiger Naturschutzarbeit hervor. „Moore regulieren den Wasserhaushalt und bieten spezialisierten Arten Lebensraum. Wir prüfen daher sorgfältig, wie wir uns im Großen Moor sinnvoll engagieren können.“ Die Gespräche zwischen den beiden Partnern stehen nun im Zeichen der fachlichen Bewertung von Flächen und möglichen Kooperationsformen.

„Der Naturschutz lebt von Kooperationen“, sagt Kebschul und verweist auf bereits bestehende Initiativen wie VechtOS. Mit der Heinz-Sielmann-Stiftung gewinne man einen erfahrenen Partner, der zusätzliche Impulse für die Entwicklung des Venner Moores setzen kann. Ziel ist eine langfristige und gemeinsame Strategie zur Wiedervernässung und Pflege des Moorkomplexes.

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