Im ersten Halbjahr 2026 haben 1.070 Unternehmen in Niedersachsen Insolvenz angemeldet, was einem Anstieg von 8,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies hat direkte Auswirkungen auf beinahe 10.000 Arbeitsplätze in der Region.
Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen
Im ersten Halbjahr 2026 stellte das Landesamt für Statistik Niedersachsen 1.070 Insolvenzanträge von Unternehmen fest. Dies stellt einen Rückgang von 984 Anträgen im gleichen Zeitraum des Vorjahres dar, was einem Anstieg von 8,7% entspricht. Dieser Anstieg ist vergleichbar mit den Zahlen von 2025, als die Zahl der Insolvenzen um 8,8% zunahm.
Bedrohung für Arbeitsplätze
Die Insolvenzen haben zudem Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Rund 9.867 Arbeitsplätze sind aufgrund dieser Insolvenzen bedroht. Dies ist ein signifikanter Anstieg im Vergleich zu den 7.341 gefährdeten Arbeitsplätzen im ersten Halbjahr 2025 und verdeutlicht die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit in der Region.
Branchenanalyse der Insolvenzen
Die meisten Insolvenzen wurden im Handelssektor registriert, insbesondere im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“, wo 209 Verfahren gezählt wurden. Dieser Bereich macht nahezu 19,5% der gesamten Unternehmensinsolvenzen aus und verzeichnete einen überdurchschnittlichen Anstieg von 16,1% im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Baugewerbe blieb betroffen, mit 172 Insolvenzen und einem Anteil von 16,1% an allen Unternehmensinsolvenzen, was einem Anstieg von 2,4% entspricht.
Zusätzlich stiegen die Verbraucherinsolvenzen, wenn auch in moderaterem Ausmaß. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 5.784 Anträge gestellt, was einem Anstieg von 3,2% im Vergleich zu den 5.605 Verfahren im Vorjahr entspricht. Diese Entwicklungen verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen sowohl Unternehmen als auch Verbraucher in Niedersachsen stehen.

