Der Baubetriebshof Coesfeld appelliert an Landwirte und Anrainer, Wegränder nicht zu bearbeiten. Diese Flächen sind wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Lebensraum Wegränder erhalten
Die Wegränder entlang der Wirtschaftswege im Außenbereich von Coesfeld sind von großer ökologischer Bedeutung. Ingo Kappel vom Baubetriebshof erklärt, dass die richtigen Pflegemaßnahmen entscheidend sind, um die Biodiversität zu fördern. Durch gezieltes Mulchen eines schmalen Streifens bleibt hinter der Fahrbahn ausreichend Platz für das Wachstum einer Vielzahl von Pflanzen, die Insekten und anderen Tieren Lebensraum bieten.
Problematik des Ackerbetriebs
Leider sehen sich die städtischen Maßnahmen immer wieder Störungen durch Landwirte ausgesetzt, die ohne Abstimmung mit dem Baubetriebshof in den Wegsäumen ackern. Kappel warnt: „Solche Eingriffe sind nicht akzeptabel. Sie schädigen die bodennahen Lebewesen und reduzieren die Artenvielfalt, die wir durch unsere Pflege erhalten möchten.” Das unkoordinierte Mahden führt zudem dazu, dass Nährstoffe nicht abtransportiert werden, was die Ausbreitung von unerwünschten Pflanzenarten wie Brennnesseln begünstigt.

Geplante Pflegemaßnahmen für Artenvielfalt
Der Baubetriebshof verfolgt seit Jahren das Ziel, naturnahe Wegesränder zu schaffen. Im Frühjahr wird lediglich ein etwa 50 cm breiter Streifen entlang des Weges gemulcht, während der hintere Bereich als Lebensraum stehen bleibt. Um die Artenvielfalt weiter zu fördern, wird im September eine zweite Mahd durchgeführt, wobei auch Bereiche stehen gelassen werden, die als Überwinterungsstätten für Insekten dienen. Die gezielte Pflege, wie das Abfahren des Mahdguts, sorgt dafür, dass nährstoffärmere, biodiversitätsreiche Standorte entstehen.
Diese Bemühungen sind durch entsprechende Hinweisschilder an den Flächen gekennzeichnet. Der Baubetriebshof hofft auf ein besseres Verständnis und Kooperation seitens der Landwirtschaft, um gemeinsam die wertvollen Wegränder zu erhalten und zur Artenvielfalt in der Region beizutragen.

