Der Landkreis Osnabrück hat die erste Teilfortschreibung seines Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2025 eingeleitet. Ziel ist es, die Rohstoffsicherung und -gewinnung zu optimieren und Nutzungskonflikte besser zu steuern.
Neustrukturierung der Rohstoffgewinnung
Im Landkreis Osnabrück begann offiziell das Verfahren zur Teilfortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2025. Der Kreistag hatte bereits am 30. Juni 2026 beschlossen, den Abschnitt zu Rohstoffsicherung und -gewinnung gemäß dem Niedersächsischen Raumordnungsgesetz fortzuschreiben. Diese Maßnahme ist notwendig, um den geologischen Gegebenheiten und den komplexen Nutzungskonflikten der Region Rechnung zu tragen.
Optimierung der Planungskonzeption
In der Region sind Rohstoffvorkommen räumlich unterschiedlich verteilt, was häufig zu Konflikten zwischen Rohstoffabbau, Wohnnutzung und anderen schutzwürdigen Bereichen führt. Mit einer vertieften Planung sollen Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Rohstoffgewinnung neu festgelegt werden. Zudem wird über die Schaffung von Vorranggebieten zur Rohstoffsicherung nachgedacht. Hierzu wird ein detaillierter Bodenabbauleitplan entwickelt, der aktuelle und potenzielle Rohstoffgebiete sowie deren Auswirkungen auf die Umgebung überprüft.
Beteiligung und weitere Schritte
Die ersten Schritte des Verfahrens beinhalten die Beteiligung verschiedener öffentlicher Stellen, die ihre Hinweise und Anregungen einbringen können. Nachdem diese Informationen gesammelt und ausgewertet wurden, erfolgt die Erstellung eines Entwurfs für die Teilfortschreibung. Dieser Entwurf wird später öffentlich ausgelegt, sodass auch Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen abgeben können.
Ziel ist es, die langfristige Rohstoffversorgung im Landkreis Osnabrück sicherzustellen, Konflikte frühzeitig zu identifizieren und eine datengestützte Planung zu fördern. Bei der Erarbeitung des Plans konzentriert sich das Fachgutachten auf die Bewertung bestehender Rohstoffgebiete und die Analyse des zukünftigen Bedarfs.

