Die Stadt Aurich verzeichnet in den vergangenen Wochen eine steigende Zahl von Vandalismus-Fällen an öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Raum. Solche Vorfälle habe es zwar immer wieder gegeben, die aktuelle Entwicklung zeige aber eine Zunahme, teilt die Stadt mit.
Blumenbeete verwüstet und geplündert
Mitarbeitende der Stadtgärtnerei stellten fest, dass Unbekannte ein Sommerblumenbeet an der Von-Jhering-Straße/Ecke Julianenburger Straße nicht nur verwüstet, sondern gezielt Pflanzen daraus gestohlen haben. Auch aus den Staudenbeeten der Grünanlage Hoher Wall wurden in den vergangenen Wochen wiederholt größere Mengen Blüten abgeschnitten und mitgenommen. Das schadet nicht nur dem Erscheinungsbild, sondern auch der Selbstaussaat der Pflanzen, die auf verbleibende Blüten und Samenbildung angewiesen ist.
Graffiti an der Badestelle Tannenhausen
In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 2026 beschmierten Unbekannte an der Badestelle Tannenhausen Schilder, zwei Umkleiden, Sichtschutzelemente sowie ein Fenster und die Innenräume des Sanitärgebäudes mit Graffiti, Permanentmarker und Filzschreiber.
Glasscherben auf Schul- und Kita-Spielplätzen
Vermehrt registriert die Stadt zudem Sachbeschädigungen und Graffiti im Umfeld von Schulen und Kindergärten, besonders während der Schulferien. Betroffen waren zuletzt unter anderem die Grundschulen Pfälzerschule, Tannenhausen und Lambertischule. Auf Schul- und Kita-Spielplätzen fanden Mitarbeitende zudem wiederholt zerbrochene Glasflaschen, deren Scherben vor allem in Sand- und Kiesflächen eine erhebliche Gefahr für Kinder darstellen und aufwendig zu entfernen sind. Die Stadt hat dafür eigens eine Siebmaschine angeschafft.
Wetterschutzhütte am Hammerkeweg gesperrt
Auch an Wetterschutzhütten und Sitzgelegenheiten gibt es immer wieder Schäden, obwohl der städtische Betriebshof das Mobiliar bereits schrittweise durch selbst entwickelte, robustere Ausführungen ersetzt und die Reinigungsintervalle erhöht hat. Zuletzt wurden erneut Sitzflächen durch Brandflecke und Schmierereien beschädigt sowie Seitenelemente, Traggerüst und Infotafeln stark beschmiert und beklebt. Trotz intensiverer Pflege, auch durch den vor Ort eingesetzten Kümmerer, kam es zudem kurzfristig wieder zu Vermüllung. Die Wetterschutzhütte am Hammerkeweg ist deshalb bis auf Weiteres eingezäunt und für die Allgemeinheit gesperrt.
Bürgermeister appelliert an Zivilcourage
„Es ist erschütternd zu sehen, mit welcher Rücksichtslosigkeit öffentliche Einrichtungen beschädigt und zerstört werden. Einzelne richten damit nicht nur erheblichen finanziellen Schaden an, sondern beeinträchtigen auch das Miteinander in unserer Stadt und die Lebensqualität vieler Bürgerinnen und Bürger“, sagt Bürgermeister Horst Feddermann. Er appelliere an die Bevölkerung, nicht wegzusehen, sondern aufmerksam zu sein, Zivilcourage zu zeigen und sachdienliche Hinweise weiterzugeben.

