Spelle. Acht Millionen Euro war Daniel Kofi Kyereh 2022 laut transfermarkt.de wert, heute liegt der Wert bei 100.000 Euro. Dazwischen liegen zwei Kreuzbandrisse und eine dreijährige Pause. Am Dienstag könnte der 30-Jährige beim Test des VfL Osnabrück in Spelle erstmals im Trikot seines neuen Vereins auflaufen. Anstoß im Getränke Hoffmann Stadion ist um 19 Uhr.
Kyerehs letztes Pflichtspiel auf höchstem Niveau liegt im Frühjahr 2023, damals für den SC Freiburg gegen Borussia Dortmund. Seither kam er lediglich zu sieben Einsätzen für die Freiburger U23. Für Ghana stand der Mittelfeldspieler bei der Weltmeisterschaft in Katar auf dem Platz, für Freiburg lief er in der Europa League auf.
In Osnabrück trifft er auf einen Trainer, der ihn kennt: Timo Schultz arbeitete bereits beim FC St. Pauli mit ihm zusammen.
Zwei Niederlagen zum Zweitliga-Auftakt
Der VfL ist im Sommer als souveräner Drittliga-Meister aufgestiegen, der Start in die 2. Bundesliga misslang allerdings: Auf das 3:4 beim Bundesligaabsteiger Heidenheim folgte eine 1:3-Niederlage gegen Magdeburg. Der Test beim Oberligisten kommt insofern zur rechten Zeit.
Nicht dabei ist Jonathan Wensing. Der Neuzugang, der aus Meppen gekommen ist, fällt verletzt aus.
Beim Gastgeber spielen mehrere VfL-Eigengewächse
Der SC Spelle-Venhaus ist gut in die Oberliga-Saison gestartet und hat zuletzt 3:1 beim Regionalligaabsteiger BW Lohne gewonnen. Im Speller Kader stehen gleich drei Spieler, die beim VfL ausgebildet wurden: Innenverteidiger Jost Krone, Torwart Bernd Lichtenstein und Adrian Lenz.
Krone spielte von der U11 bis zur U19 in Osnabrück und hat mit drei aktuellen Zweitligaprofis zusammengespielt – Ismail Badjie, Bernd Rießelmann und Luca Böggemann. Auch in der Vereinsführung gibt es Verbindungen: Wolfgang Schütte aus dem Speller Leitungsteam war 14 Jahre beim VfL aktiv, zehn davon an der Seite von Joe Enochs, der inzwischen als Direktor Fußball in Spelle arbeitet.
Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro für Dauerkarten-Inhaber, Rentner, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung. Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre kommen kostenlos ins Stadion.

