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Artem Popov vom SC Spelle-Venhaus am Ball

Popov trifft von der Mittellinie: Spelle verliert Test gegen den VfL Osnabrück 3:5

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Acht Tore, ein Dreierpack und ein Treffer von der Mittellinie: Oberligist SC Spelle-Venhaus hat sein Testspiel gegen Zweitligaaufsteiger VfL Osnabrück mit 3:5 (2:4) verloren. Sehenswert war es trotzdem.

Kalte Dusche nach drei Minuten

Die Osnabrücker attackierten früh und trafen mit ihrer ersten Aktion: Luca Raimund zog aus halbrechter Position nahe der Strafraumgrenze ab, der Ball landete im langen Eck. Der SCSV blieb dran. In der neunten Minute zählte ein Treffer nicht, zwei Minuten später rettete Torwart Alex Moll stark gegen Lukas Bornschein. Die erste echte Gelegenheit nutzte Daniel Benke zum 1:1 – wuchtig von der Strafraumgrenze.

Danach übernahm wieder der Zweitligist. Leon Opitz (28.) und Theo Janotta (33.) stellten auf 1:3.

Das Tor des Tages

Für den nächsten Jubel im Getränke-Hoffmann-Stadion sorgte Artem Popov: Von der Mittellinie hob er den Ball über Torwart Niklas Sauter ins Netz. Lange hielt die Freude nicht – Opitz stellte noch vor der Pause auf 2:4.

Elf raus, elf rein

Zur zweiten Halbzeit wechselte Speller Trainer Henry Hupe komplett durch. Der eingewechselte Torwart Bernd Lichtenstein musste sich mehrfach strecken; beim 2:5 durch Opitz (61.), dessen drittem Treffer, war er machtlos. Den Schlusspunkt setzte Max Meier mit einem Flachschuss zum 3:5 (73.).

Osnabrück verzichtete auf Spieler, die in den ersten beiden Zweitliga-Partien lange auf dem Platz standen, brachte aber vier Neuzugänge in der Startelf und hatte fünf Akteure im Kader, die beim Auftakt in Heidenheim gespielt hatten.

Nachwuchs vorweg

Auf den Hauptplatz begleitet wurden beide Mannschaften von den U13-Teams beider Vereine. Die hatten vor der Partie gemeinsam trainiert.

Am Sonntag kommt Rehden

Im nächsten Punktspiel empfängt der SCSV am Sonntag um 15 Uhr den BSV Rehden. Die Gäste kommen als Tabellenfünfter, nach einem 0:0 in Bersenbrück und einem 3:1 gegen Egestorf-Langreder. Spelle ist Spitzenreiter.

Hupe: „Wir hängen das jetzt auch nicht so hoch“

Zweikampf zwischen einem Speller Spieler in Weiß und einem Osnabrücker in Lila
23 Speller Spieler kamen gegen den Zweitligisten zum Einsatz. Foto: SC Spelle-Venhaus

„3:5 gegen einen Zweitligisten, ich glaube, da kann man schon etwas mitnehmen“, sagte Trainer Henry Hupe nach der Partie. Das Spiel habe viele Erkenntnisse geliefert, es gebe aber auch „Dinge, an denen wir noch arbeiten können“. Den Blick richtete der 28-Jährige schnell nach vorn: „Wichtig ist das nächste Spiel am Sonntag gegen Rehden.“

Hupe nutzte den Test, um durchzuwechseln: 23 Spieler kamen zum Einsatz, bis auf zwei standen alle 45 Minuten auf dem Platz. Niklas Oswald kam aus einer Verletzung und spielte 35 Minuten. Leon Gensicke trat zum letzten Mal für den SCSV an.

Kyereh fehlte, Opitz war der Unterschied

Der zuletzt verpflichtete Daniel Kofi Kyereh, über dessen mögliches VfL-Debüt in Spelle wir vorab berichtet hatten, gehörte nicht zum Aufgebot. Den Unterschied machte stattdessen Leon Opitz mit seinen drei Toren. Der von Werder Bremen ausgeliehene Offensivspieler wird bei transfermarkt.de mit einem Marktwert von 600.000 Euro geführt. Das entspricht nach Angaben des SCSV etwa dem Doppelten dessen, was der gesamte Speller Kader in der Regionalligasaison 2023/24 wert war.

Vor zweieinhalb Jahren hieß es 0:4

Beim bislang letzten Test der beiden Klubs Ende Januar 2024 verlor Spelle in Osnabrück mit 0:4. Sieben Spieler aus dem damaligen Aufgebot gehören noch heute zum Kader: Bernd Lichtenstein, Mattis Niemann, Jan-Luca Ahillen, Jan Popov, Artem Popov, Anton Popov und Niklas Oswald.

Auf das Punktspiel gegen Rehden bereitet sich der SCSV mit zwei weiteren Einheiten am Donnerstag und am Samstag vor.

Die Aufstellungen

SC Spelle-Venhaus, 1. Halbzeit: Moll – Wulkotte, Pauli, Klöpper, Krone – Ahillen, Lenz – Benke, Artem Popov, Schepers.
2. Halbzeit: Lichtenstein – Höpfner, Jesgarzewski, Dosquet, Meier – Golkowski, Anton Popov – Evers – Oswald (80. Gensicke). Trainer: Henry Hupe.

VfL Osnabrück: Sauter (46. Böggemann) – Janotta, Jacobsen (65. Fabinski), Bornschein – Faber (75. Badjie), Henning, Münst (75. Kröger), Lesueur (75. Bukvic) – Raimund, Opitz – Riesselmann (80. Meißner). Trainer: Timo Schultz.

Tore: 0:1 Raimund (3.), 1:1 Benke (20.), 1:2 Opitz (28.), 1:3 Janotta (33.), 2:3 Artem Popov (34.), 2:4 Opitz (41.), 2:5 Opitz (61.), 3:5 Meier (73.). Schiedsrichter: Julian Bergmann (1. FCR 09 Bramsche).

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