Wikingerschiff und Krieger als Symbolbild zur Serie Vikings

Streamingtipp: „Vikings“ – sechs Staffeln Wikinger-Saga zum Bingen

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Wer für die nächsten ruhigen Abende einen Serientipp sucht, wird bei „Vikings“ fündig: sechs Staffeln, 89 Folgen, viele Schlachten und eine Familiengeschichte, die sich über Jahrzehnte spannt. Die Historienserie erzählt vom Aufstieg des Wikingers Ragnar Lothbrok und begleitet später auch seine Söhne auf eigenen Wegen. Komplett abrufbar ist „Vikings“ derzeit bei Netflix, einzelne Staffeln oder die gesamte Serie lassen sich zudem bei Amazon Video kaufen.

Ein Bauer mit dem Blick nach Westen

Zu Beginn ist Ragnar Lothbrok ein einfacher Bauer im fiktiven Kattegat. Während sein Jarl weiter die bekannten Gebiete im Osten plündern lässt, ist Ragnar überzeugt, dass hinter dem offenen Meer noch unentdecktes Land liegt. Zusammen mit seinem Bruder Rollo, seiner Frau Lagertha und dem Schiffbauer Floki setzt er diesen Plan in die Tat um. Der Angriff auf das Kloster Lindisfarne wird zum Wendepunkt: Die Wikinger treffen auf eine reiche, ihnen bis dahin unbekannte Kultur, und aus einem riskanten Beutezug entsteht eine neue Ära.

Die Serie lebt dabei nicht nur von der Kampfhandlung. Genauso wichtig sind Beziehungen, Loyalität und Verrat, etwa zwischen Ragnar und Lagertha, deren Ehe an seinem Ehrgeiz zerbricht.

Von Staffel zu Staffel wächst die Geschichte

Die erste Staffel ist mit neun Folgen die kürzeste und legt den Grundstein für Ragnars Aufstieg. In Staffel zwei und drei nehmen politische und familiäre Konflikte zu, während sich der Schauplatz auf England ausweitet und christlicher Glaube auf nordische Mythologie trifft. Mit Staffel vier, die bereits 20 Folgen umfasst, verschiebt sich der Fokus zunehmend auf Ragnars Söhne. Die letzten beiden Staffeln gehören schließlich der nächsten Generation: Björn, Ivar, Ubbe und Hvitserk müssen sich gegen äußere Feinde und gegeneinander behaupten, wodurch „Vikings“ immer mehr zur Familiensaga über Erbe und Ehrgeiz wird.

Warum sich das Bingen lohnt

Optisch punktet die Produktion mit Küsten, Wäldern und der Siedlung Kattegat sowie detailreichen Kostümen und Schiffen. Die Schlachten sind oft hart, zeigen aber auch die Folgen von Machtentscheidungen statt reiner Action. Ragnar selbst ist kein klassischer Held, sondern neugierig, visionär und zugleich rücksichtslos. Lagertha zählt zu den stärksten Figuren der Serie, Floki sorgt für exzentrische Momente. Wer eine streng historisch korrekte Darstellung erwartet, sollte wissen: „Vikings“ orientiert sich an realen Personen und Ereignissen, nimmt sich bei der zeitlichen Einordnung aber erzählerische Freiheiten.

Tipp fürs Bingen

Am besten schaut man „Vikings“ in der regulären Reihenfolge, da die Handlung stark auf früheren Entwicklungen aufbaut. Für ein Wochenende eignen sich die ersten drei Staffeln, weil sie Ragnars Aufstieg relativ geschlossen erzählen; danach verteilt sich die Geschichte auf mehr Figuren und lässt sich gut in Etappen aufteilen. Wer nach dem Finale weitermachen möchte, findet mit dem Spin-off „Vikings: Valhalla“ und seinen drei Staffeln eine direkte Fortsetzung der nordischen Machtkämpfe.

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