Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland so wenige Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Trotzdem blieb ein größerer Teil der dabei ausgetretenen Schadstoffe dauerhaft in der Umwelt zurück als im Jahr zuvor. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis).
Zahl der Unfälle auf niedrigstem Stand seit 2010
Die Gesamtzahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen sank 2025 um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.461 Fälle. Das ist der niedrigste Wert seit 2010. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort, der seit 2017 anhält.
Ausgetretene Menge sinkt, dauerhaft verlorene Menge steigt
Bei diesen Unfällen traten rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe unkontrolliert aus, 8,9 Prozent weniger als 2024 mit damals 6,5 Millionen Liter. Anders als die Gesamtmenge entwickelte sich der Anteil, der nicht wiedergewonnen werden konnte: Rund 2,4 Millionen Liter beziehungsweise 41,1 Prozent der ausgetretenen Stoffe verblieben dauerhaft in der Umwelt, nach rund 2,0 Millionen Litern im Jahr zuvor. Die Statistiker weisen darauf hin, dass solche Schwankungen nicht ungewöhnlich sind, da sie stark von Art und Schwere der einzelnen Unfälle abhängen.
850 Gewässerverunreinigungen registriert
Insgesamt kam es 2025 zu 850 Gewässerverunreinigungen durch wassergefährdende Stoffe. Auch wenn die Zahl der Unfälle insgesamt sinkt, zeigt die gestiegene Menge dauerhaft verlorener Schadstoffe, dass einzelne schwere Fälle die Bilanz eines Jahres deutlich prägen können.

