Die deutschen Finanzverwaltungen haben für das Jahr 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro festgesetzt. Das ist der höchste Wert, der je gemessen wurde, und ein Plus von 60,8 Prozent gegenüber 2024. Die Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt und wurden am 26. August 2026 veröffentlicht.
Woher der Sprung kommt
Der Anstieg geht vor allem auf sehr große Vermögensübertragungen zurück. Bei Übertragungen von mindestens 20 Millionen Euro hat sich die festgesetzte Steuer mehr als verdoppelt, das Plus liegt bei 146,8 Prozent. Ohne diesen Effekt wäre der Zuwachs deutlich kleiner ausgefallen.
Erbschaften und Schenkungen im Vergleich
Auf die Erbschaftsteuer entfielen 13,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 57,1 Prozent. Die Schenkungsteuer lag bei 8,1 Milliarden Euro und stieg um 67,3 Prozent.
Das steuerlich berücksichtigte übertragene Vermögen summierte sich nach Abzug von Schulden und weiteren Posten auf 150,5 Milliarden Euro, 32,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Erbschaften betrug das Plus 36,2 Prozent, bei Schenkungen 28,7 Prozent.
Was die Statistik nicht zeigt
Die Zahlen bilden ausschließlich Vermögensübergänge ab, für die tatsächlich Steuer festgesetzt wurde. Der weitaus größere Teil der Erbschaften und Schenkungen bleibt innerhalb der Freibeträge, ist damit in der Regel nicht steuerpflichtig und taucht in der Statistik gar nicht erst auf. Aus den 21,4 Milliarden Euro lässt sich deshalb nicht ablesen, wie viel Vermögen insgesamt den Besitzer gewechselt hat.

