Die Inflationsrate in Niedersachsen ist im August 2026 auf 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, nach 2,7 Prozent im Juli, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt. Gegenüber dem Vormonat legten die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent zu, die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie liegt bei 2,5 Prozent.
Haupttreiber bleibt die Energie mit einem Plus von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, allein Diesel verteuerte sich um 42,2 Prozent und Superbenzin um 23,6 Prozent. Günstiger als vor einem Jahr waren dagegen Strom (-3,7 %), Erdgas (-6,9 %) und Fernwärme (-6,6 %). Nahrungsmittel wirkten der Inflation entgegen und wurden im Schnitt 0,5 Prozent günstiger, wobei Butter (-29,1 %) und Milch (-10,3 %) deutlich billiger wurden, während etwa Kopfsalat (+28,3 %) und Möhren (+16,3 %) spürbar teurer wurden. Die Nettokaltmieten stiegen moderat um 2,1 Prozent, die Wohnungsnebenkosten dagegen um 5,0 Prozent.

Im mehrjährigen Vergleich zeigt sich eine deutliche Beruhigung: Die Inflationsrate war Ende 2022 und Ende 2023 zeitweise auf rund 9 Prozent geklettert, lag seit Anfang 2024 aber meist zwischen 2 und 3 Prozent.

