Nach den Ausschreitungen in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2026 in der Lingener Innenstadt hat die von der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim eingesetzte Ermittlungsgruppe ihre Arbeit abgeschlossen. Ergebnis: 25 Strafverfahren gegen acht Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 37 Jahren, darunter zwei Frauen. Alle Beschuldigten sind deutsche Staatsangehörige.
Videomaterial aus der Bevölkerung war entscheidend
Bei dem Einsatz am Marktplatz waren sechs Polizeibeamtinnen und -beamte leicht verletzt worden. Die elfköpfige Ermittlungsgruppe wertete in den folgenden Wochen zahlreiche Zeugenaussagen sowie Videomaterial aus, das ihr von Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt wurde. Mehrere Menschen hatten den eingesetzten Kräften bereits während der Auseinandersetzungen vor Ort geholfen, andere meldeten sich später als Zeugen oder stellten ihre Aufnahmen bereit.
„Die Aufnahmen haben uns dabei geholfen, die Geschehnisse Stück für Stück zu rekonstruieren und weitere Tatbeteiligungen zu erkennen", sagt Kriminalhauptkommissarin Ahrend, Leiterin der Ermittlungsgruppe. Gemeinsam mit den Zeugenaussagen sei so ein deutlich umfassenderes Bild der Ereignisse entstanden.
Verfahren liegen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück
Die Strafverfahren wurden bereits zur rechtlichen Bewertung an die Staatsanwaltschaft Osnabrück übergeben. Gegen zwei Beschuldigte ohne Wohnsitz in Lingen besteht weiterhin ein Aufenthaltsverbot für die Stadt, das bis Anfang kommenden Jahres gilt. Bei den übrigen Beschuldigten prüft die Polizei ein Aufenthaltsverbot für die nächste größere Veranstaltung in Lingen, das Altstadtfest.
Rückfragen zu diesem Verfahren beantwortet die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Christopher Degner, Telefon 0591 87204, E-Mail [email protected].

