Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697
Ein Handwerker beim Schweißen als Symbolbild für Fachkräfte in Engpassberufen

Fachkräfteengpass sinkt leicht, bleibt aber hoch: BA zählt 157 Engpassberufe

Anzeige

Die Zahl der Berufe mit Fachkräfteengpass ist 2025 erneut gesunken, bleibt aber auf hohem Niveau. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in ihrer jährlichen Fachkräfteengpassanalyse mitteilt, weist die Statistik für 2025 bundesweit 157 Berufsgattungen mit Engpässen aus, sechs weniger als im Vorjahr.

„Auch wenn die Zahl der Engpassberufe erneut etwas zurückgegangen ist, bleibt die Fachkräftesicherung eine zentrale Herausforderung“, sagt BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles. Die schwache Konjunktur präge den Arbeitsmarkt derzeit, der demografische Wandel werde ihn aber langfristig verändern. Zuwanderung werde deshalb für den Arbeitsmarkt weiter an Bedeutung gewinnen.

Pflege- und Handwerksberufe weiterhin am stärksten betroffen

Die stärksten Engpässe bestanden 2025 weiterhin in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie in Bau- und Handwerksberufen. Gesucht werden zudem Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Erzieherinnen und Erzieher. Keine Engpässe mehr gibt es dagegen unter anderem in der spanenden Metallbearbeitung, im IT-Vertrieb und in der Softwareentwicklung. Neu hinzugekommen sind Engpässe etwa in der Vermessungstechnik sowie in der Sozialarbeit und Sozialpädagogik.

Anteil ausländischer Beschäftigter in Engpassberufen seit 2014 verdoppelt

Der demografische Wandel verändert das Arbeitskräfteangebot: Immer mehr Beschäftigte erreichen das Rentenalter, während weniger jüngere Arbeitskräfte nachrücken. In den Engpassberufen hat sich der Anteil ausländischer Beschäftigter seit 2014 von sieben auf rund 14 Prozent verdoppelt. Besonders deutlich zeigt sich das in der Pflege: Im Vergleich zum Juni 2024 sank die Zahl der Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit um 5.000, während die Zahl der Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 46.000 stieg.

Jede zweite gemeldete Stelle betrifft einen Engpassberuf

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren rund 402.000 sozialversicherungspflichtige Stellen für Fachkräfte, Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten gemeldet, ein großer Teil davon in Engpassberufen. Gleichzeitig suchte nur etwa jede fünfte arbeitslose Fachkraft eine Beschäftigung in einem Engpassberuf. Die Zahlen zeigen laut BA ein Mismatch am Arbeitsmarkt: Angebot und Nachfrage passen bei Qualifikation, Beruf oder Region häufig nicht zusammen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel