Mit einem symbolischen ersten Spatenstich ist der offizielle Startschuss für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes in Dalum gefallen. Der bisherige Naturrasenplatz (B-Platz), den bislang der SV Dalum 1926 nutzt, wird zu einem modernen Kunstrasenplatz für alle vier Geester Fußballvereine umgebaut. Zur Auftaktveranstaltung kamen Vertreterinnen und Vertreter aller vier Vereine, des ausführenden Garten- und Landschaftsbauunternehmens Galabau Lüske sowie aus Politik und Verwaltung zusammen. Die Gesamtkosten liegen bei rund einer Million Euro.
Vier Vereine, ein Platz
Künftig nutzen mit dem SV Dalum 1926, dem SC Osterbrock 1926, dem SV Groß Hesepe 1923 und dem SV DJK Geeste 1956 alle vier Fußballvereine der Gemeinde den neuen Platz gemeinsam. „Das ist ein Gewinn für unsere Gemeinde und das Vereinsleben. Die Finanzierung ist aufgrund der guten Wirtschaftslage in der Gemeinde gesichert“, sagt Bürgermeister Helmut Höke. Die Gemeinde übernimmt mit 445.000 Euro den größten Teil der Kosten. Läuft alles nach Plan, soll der Platz noch in diesem Jahr fertig sein.
Hintergrund ist, dass die Naturrasenplätze der Vereine bei schlechtem Wetter immer wieder gesperrt werden müssen, was vor allem den Trainings- und Spielbetrieb der Jugendmannschaften trifft. Schon 2019 war ein Kunstrasenplatz Thema in der Gemeindepolitik, ein entsprechender Antrag scheiterte damals laut Landtagsabgeordneter Lara Evers mangels Einigung unter den Vereinen. „Ich bin froh, dass das Vorhaben nun umgesetzt wird“, dankte sie den Ehrenamtlichen und Vorständen der beteiligten Vereine.
Andreas Hofschlag, 1. Vorsitzender des SV Dalum, hebt den vereinsübergreifenden Charakter des Projekts hervor: „Ein toller Nebeneffekt ist der gute vereinsübergreifende Austausch, der dabei entstanden ist.“ Auch der Landkreis Emsland unterstützt das Vorhaben, Landrat Marc-André Burgdorf: „Gemeinschaftsprojekte wie dieses fördert der Landkreis immer gerne, vor allem, wenn sich wie hier vier Vereine austauschen und das Projekt gemeinsam umsetzen.“
Vereine sammeln noch Eigenanteil
Neben der Gemeinde und einer beantragten Förderung beim Kreissportbund Emsland steuert die Stiftung Herzog-Arenberg 25.000 Euro bei, weitere 25.000 Euro kommen aus LEADER-Fördermitteln. Für die vier Vereine bleibt noch ein Eigenanteil von rund 175.000 Euro aufzubringen.

Dafür können private Personen, Vereine oder Unternehmen eine symbolische Flächenpatenschaft übernehmen: Ein Quadratmeter kostet 25 Euro, aktuell ist eine zusammenhängende Fläche von 4 Quadratmetern für 100 Euro zu haben. Wer mitmachen möchte, findet Infos und einen QR-Code auf der Seite kunstrasen.entrovia.solutions. Erste Spenden von Firmen liegen laut Gemeinde bereits vor.

