Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der nächste bundesweite Warntag statt. Um 11 Uhr wird in ganz Deutschland eine Probewarnung ausgelöst, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Auch der Landkreis Osnabrück beteiligt sich an dem gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen.
Was am Warntag passiert
Der bundesweite Warntag ist ein jährlich stattfindender Probelauf für die Warnsysteme in Deutschland. Über das Modulare Warnsystem des Bundes wird eine Testmeldung an zahlreiche angeschlossene Warnkanäle übermittelt. Gleichzeitig können Länder, Landkreise und Kommunen ihre vor Ort verfügbaren Warnmittel auslösen. Es handelt sich um eine Übung, eine Gefahr besteht nicht.
Die Probewarnung und die anschließende Entwarnung werden über Cell Broadcast direkt an empfangsbereite Mobiltelefone, über Warn-Apps wie NINA und KATWARN, über Radio und Fernsehen sowie über Internetseiten und weitere digitale Kanäle verbreitet. Im Landkreis Osnabrück sollen zusätzlich die zu diesem Zeitpunkt betriebsbereiten Sirenen ausgelöst werden. Je nach Ort können deshalb unterschiedliche Warnmittel wahrnehmbar sein.
217 Sirenen bis Mitte 2027 geplant
Der Landkreis Osnabrück baut gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden eine moderne Sireneninfrastruktur auf. Bis spätestens 30. Juni 2027 sollen kreisweit 217 Sirenen betriebsbereit sein, ausgestattet mit Akku-Notstromversorgung, viele Mastsirenen zusätzlich mit Solartechnik.
Zum diesjährigen Warntag können nach aktuellem Stand bereits in 19 von 21 Kommunen Sirenen ausgelöst werden, drei mehr als im Vorjahr. Insgesamt stehen voraussichtlich 142 alarmierbare Sirenenstandorte zur Verfügung, gegenüber 103 im vergangenen Jahr. Weil der kreisweite Ausbau noch nicht abgeschlossen ist, kommt es zu einer Mischwarnung aus bestehenden und neuen Anlagen.
Gewarnt wird in den Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen, den Städten Bad Iburg, Bramsche, Georgsmarienhütte und Melle sowie den Gemeinden Bad Essen, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Belm, Bissendorf, Bohmte, Glandorf, Hagen, Hasbergen, Hilter und Wallenhorst.
Diese Signale sind zu hören
Das Sirenensignal zur Warnung besteht aus einem einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. Die Entwarnung wird durch einen einminütigen Dauerton signalisiert. Die neuen Sirenen können zusätzlich vorgefertigte Sprachdurchsagen wiedergeben, diese Funktion wird am Warntag jedoch nicht getestet.
Am Warntag besteht kein Anlass zur Sorge. Wer eine Warnmeldung erhält oder eine Sirene hört, sollte Ruhe bewahren, die Meldung aufmerksam lesen beziehungsweise anhören und sich über offizielle Kanäle informieren. Damit Cell Broadcast empfangen werden kann, muss das Mobiltelefon eingeschaltet, in ein Mobilfunknetz eingebucht und darf nicht im Flugmodus sein; außerdem muss es technisch empfangsfähig und mit einem ausreichend aktuellen Betriebssystem ausgestattet sein. Für Cell Broadcast ist keine App nötig, Warn-Apps sollten dagegen vorab installiert und mit dem Wohn-, Arbeits- oder Ausbildungsort eingerichtet werden.
Die Abnahmen der neuen Sirenen dauern voraussichtlich bis Mitte 2027. Da die Anlagen dabei probeweise ausgelöst werden, informieren der Landkreis und die jeweiligen Kommunen die Bevölkerung jeweils unmittelbar vor einem solchen Test über KATWARN und ihre Social-Media-Kanäle.
Weitere Informationen zur Bevölkerungswarnung gibt es unter landkreis-osnabrueck.de, allgemeine Informationen zum bundesweiten Warntag unter www.bundesweiter-warntag.de. Amtliche Warnmeldungen sind zudem im Bundeswarnportal unter www.warnung.bund.de verfügbar.

