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Garage fliesen statt betonieren: Was Fliesenlegermeister Jens Borchers rät

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Wer beim Garagenboden an Fliesen denkt, hat meist zuerst Wohnzimmer oder Bad im Kopf, dabei kann sich ein gefliester Boden auch in der Garage lohnen. Auf der Baumesse Lingen (4. bis 6. September 2026) in den Emslandhallen hat Jörg Maire mit Jens Borchers gesprochen, Fliesenlegermeister und Inhaber von Fliesen Borchers mit Standorten in Neulehe, Rhede und Meppen.

Für Garagenböden stehen grundsätzlich mehrere Lösungen zur Wahl. Neben Fliesen kommen klassisch eine Pflasterung mit Beton- oder Natursteinsteinen, ein einfacher Beton- oder Estrichboden sowie Epoxidharzböden zum Einsatz. Pflaster ist robust, hat aber viele Fugen, die Feuchtigkeit und Frost ausgesetzt sind. Ein reiner Beton- oder Estrichboden ist günstig, aber ohne Versiegelung anfällig für Flecken und Staub. Epoxidharz bildet eine fugenlose, chemikalienbeständige Fläche, reagiert aber empfindlich auf punktuelle Belastung, etwa durch heiße Reifen, und muss bei Beschädigung meist großflächig erneuert werden. Wir haben deshalb mit dem Fliesenlegermeister Jens Borchers gesprochen, der auf Feinsteinzeug spezialisiert ist und erklärt, worauf es bei dieser Variante ankommt.

Warum sich Feinsteinzeug für die Garage eignet

„Für eine Garage empfehlen wir vor allem hochwertiges, frostsicheres Feinsteinzeug. Es ist robust, pflegeleicht und hält auch der Belastung durch ein Fahrzeug stand, vorausgesetzt Untergrund und Verlegeaufbau sind fachgerecht ausgeführt“, sagt Jens Borchers. Fliesen seien damit eine echte Alternative zu Beton oder einer Beschichtung, wenn die gesamte Konstruktion stimmt.

„Entscheidend sind Belastbarkeit, Abriebfestigkeit, Frostbeständigkeit und Rutschhemmung. Die Fliese sollte außerdem für die Nutzung in einer Garage geeignet sein und nicht nur nach der Optik ausgesucht werden“, sagt Jens Borchers.

Worauf es bei Untergrund und Belastbarkeit ankommt

„Ja. Moderne Feinsteinzeugfliesen sind sehr belastbar. Wichtig ist allerdings, dass der Untergrund stabil und tragfähig ist und die Fliesen vollflächig, beziehungsweise ohne Hohlstellen, verlegt werden. Nicht die Fliese allein entscheidet über die Belastbarkeit, sondern das gesamte System“, sagt Jens Borchers.

„Der Untergrund muss tragfähig, eben, sauber und entsprechend vorbereitet sein. Auch Feuchtigkeit, mögliche Frostbelastung und die vorhandene Entwässerung müssen berücksichtigt werden. Gerade in einer Garage darf man beim Untergrund und Verlegeaufbau keine Kompromisse machen“, sagt Jens Borchers.

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Fliesen Borchers

Fuge und typische Fehler beim Verlegen

„Die Fuge muss zur Beanspruchung der Garage passen. Sie sollte unempfindlich gegenüber Schmutz, Feuchtigkeit, Streusalz und den üblichen Verschmutzungen sein. Auch die richtige Fugenbreite und Verarbeitung spielen eine wichtige Rolle“, sagt Jens Borchers.

„Ein häufiger Fehler ist, an der falschen Stelle zu sparen, beispielsweise bei der Vorbereitung des Untergrunds, beim Kleber oder bei der Verlegung. Besonders problematisch sind Hohlstellen unter den Fliesen. Auch eine fehlende Berücksichtigung von Gefälle, Feuchtigkeit und Frost kann später zu Schäden führen“, sagt Jens Borchers.

Pflege im Alltag und der erste Check vor Ort

„Ja, definitiv. Eine hochwertige Fliesenoberfläche lässt sich sehr einfach reinigen und ist gegenüber Schmutz und alltäglicher Beanspruchung unempfindlich. Gleichzeitig wirkt eine geflieste Garage deutlich hochwertiger und wohnlicher als beispielsweise ein einfacher Betonboden“, sagt Jens Borchers.

„Wir würden zunächst den vorhandenen Untergrund, die Feuchtigkeitssituation, mögliche Frostbelastungen, das Gefälle beziehungsweise die Entwässerung und die spätere Nutzung prüfen. Auch Fahrzeuggewicht und gewünschte Optik spielen bei der Auswahl eine Rolle“, sagt Jens Borchers.

Zusammenfassend zeigt das Interview: Feinsteinzeug kann einem Garagenboden dauerhaft standhalten, wenn Material, Untergrund, Verlegung und Fuge als Gesamtsystem zusammenpassen. Wird hier gespart, drohen Risse, lose Fliesen oder Frostschäden.

  • Material: hochwertiges, frostsicheres Feinsteinzeug mit ausreichender Abriebfestigkeit und Rutschhemmung
  • Untergrund: tragfähig, eben, sauber und mit funktionierender Entwässerung
  • Verlegung: vollflächig und ohne Hohlstellen, mit Berücksichtigung von Gefälle und Frostbelastung
  • Fuge: widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Öl und Streusalz, in passender Breite und sauberer Verarbeitung
  • Vorab-Check durch den Fachbetrieb: Untergrund, Feuchtigkeit, Frost, Fahrzeuggewicht und geplante Nutzung

Wer seine Garage fliesen lassen möchte, ist gut beraten, diese Punkte vorab mit einem Fachbetrieb zu klären, statt allein nach der Optik zu entscheiden. Jens Borchers und sein Team beraten dazu in den Ausstellungen in Neulehe, Rhede (EDZ) und Meppen.

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