Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 zeigt einen Rückgang der Jugenddelinquenz in Niedersachsen. Während die Zahl junger Tatverdächtiger unter 21 Jahren auf 45.173 sinkt, bleiben Gewaltdelikte und der Schutz von Kindern und Jugendlichen zentrale Themen.
Rückgang der Straftaten bei jungen Menschen
Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 berichtet von einem erfreulichen Rückgang der Jugenddelinquenz in Niedersachsen. So sank die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren von 47.325 auf 45.173, was einem Rückgang von 4,55 Prozent entspricht. Auch die insgesamt polizeilich registrierten Straftaten in Niedersachsen reduzierten sich um 4,28 Prozent auf 506.634. Besonders die Diebstahlsdelikte fielen deutlich: Hier ging die Zahl der jungen Tatverdächtigen um 12,55 Prozent auf 11.738 zurück.
Kritische Entwicklung bei Gewaltdelikten
Trotz dieser positiven Tendenzen bleibt die Situation bei mehreren Gewaltdelikten besorgniserregend. Die Zahlen für Rohheitsdelikte, wie Körperverletzung und Raub, zeigen nur einen leichten Rückgang. Die Anzahl junger Tatverdächtiger in diesen Kategorien fiel von 15.780 auf 15.243, was einem Rückgang von lediglich 3,40 Prozent entspricht. Besonders erschreckend ist die weiterhin hohe Zahl tatverdächtiger Kinder, die auch bei Raubdelikten auf einem besorgniserregend hohen Niveau bleibt.
Die Rolle von Prävention und Bewusstseinsbildung
Die LKA-Verantwortlichen betonen die Notwendigkeit einer ganzheitlichen und koordinierten Herangehensweise zur Bekämpfung von Jugenddelinquenz. „Wir müssen die Ursachen verstehen und gleichzeitig die Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche stärken“, so LKA-Präsident Thorsten Massinger. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem Thema Cybermobbing. Aus diesem Grund plant das LKA Niedersachsen eine Online-Veranstaltung zur Aufklärung, die am 29. September 2026 stattfinden soll. Die kommunale Zusammenarbeit wird als wesentlicher Schlüssel zur dauerhaften Reduzierung von Jugendkriminalität hervorgehoben. Angesichts der steigenden Meldungen von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist es unerlässlich, dass alle Institutionen – Schulen, Jugendhilfe und Polizei – gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Der Jahresbericht zur Jugenddelinquenz 2025 ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Zusammenarbeit und Präventionsstrategien in Niedersachsen, welcher auch auf der Website des LKA Niedersachsen zur Verfügung steht.

