Zollbeamte des Hauptzollamts Münster haben am Mittwoch im Grenzgebiet bei Gronau einen Drogenschmuggel aufgedeckt. Bei einer Kontrolle eines aus den Niederlanden kommenden Fahrzeugs fanden die Beamten 700 Gramm Cannabis im Gepäck der Insassen.

Kontrolle im Grenzgebiet

Am vergangenen Mittwoch führten Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Münster eine Maßnahme im Grenzgebiet Gronau-Enschede durch. Bei der Überprüfung eines Fahrzeugs, das aus den Niederlanden kam, fiel den Zöllnern auf, dass die 20-jährige Fahrerin und ihr 20-jähriger Beifahrer unterschiedliche Angaben zum Zweck ihrer Reise machten. Aufgrund dieser Diskrepanz entschlossen sich die Beamten, die beiden getrennt zu befragen.

Suspekte Beobachtungen und Auffindung von Drogen

Während der Befragung zeigte sich der Beifahrer offensichtlich nervös und hielt einen Rucksack eingeklemmt zwischen seinen Beinen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Rucksacks fanden die Zöllner eine Tüte aus einem niederländischen Supermarkt, die fünf Klemmverschlusstüten enthielt. Diese waren mit insgesamt knapp 600 Gramm Marihuana gefüllt. Zudem entdeckten die Beamten einen Haschischblock mit einem Gewicht von 100 Gramm. Zöllner hatten die beiden Insassen zuvor beobachtet, als sie an einem Fußweg in die Niederlande unterwegs waren.

Rechtliche Konsequenzen und weitere Ermittlungen

Der Zoll leitete daraufhin Strafverfahren gegen den Beifahrer wegen des Verdachts der Einfuhr von Cannabisprodukten in nicht geringer Menge sowie gegen die Fahrerin wegen des Verdachts der Beihilfe ein. Trotz dieser Vorfälle durften beide ihre Fahrt fortsetzen. Für die weiteren Ermittlungen wurde das Zollfahndungsamt in Essen mit dem Dienstsitz in Nordhorn beauftragt.

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