Die Gemeinde Visbek erfasst den Zustand von Straßen, Verkehrszeichen, Schachtdeckeln und Wasserabläufen künftig automatisch: Die Verwaltung setzt ab sofort auf das Straßenerkennungssystem „vialytics“. Bei einer Einführungsveranstaltung erklärte Alexander Block von vialytics den zuständigen Mitarbeitenden aus Bauamt, Ordnungsamt, Bauhof und Kläranlage, wie das System funktioniert.
Smartphone statt Stift und Zettel
Bislang erfassten Bauhof, Kläranlage und Ordnungsamt Straßenschäden bei Kontrollfahrten handschriftlich. Künftig übernimmt das vialytics-System diese Aufgabe: Ein Smartphone wird während der Fahrt hinter der Windschutzscheibe befestigt, die App erfasst die Bilddaten automatisch.
Auch die Auftragsverwaltung läuft über die App
Das System erkennt nicht nur Schäden, sondern ermöglicht auch die Auftragsverwaltung. Zudem bewertet es Schäden objektiv und frühzeitig, was die langfristige Budgetplanung erleichtern soll. Vialytics ist ein KI-Unternehmen aus Stuttgart, das nach eigenen Angaben von mehr als 1.000 Kommunen in sieben Ländern genutzt wird. Im Oldenburger Münsterland setzt es bislang unter anderem die Gemeinde Emstek ein.
Rund 23.000 Euro Kosten im ersten Jahr
Der Visbeker Gemeinderat hatte die Einführung im Juni einstimmig beschlossen. Die Kosten belaufen sich im ersten Jahr auf etwa 23.000 Euro, in den Folgejahren sollen es rund 20.000 Euro jährlich sein.

