Im Klärwerk der Stadt Vechta kennt man den Familienhund „Bingo“ inzwischen persönlich. Die Polizei hat ihn am Donnerstag, 10. September, bereits zum zweiten Mal in diesem Sommer auf der Straße aufgegriffen und dorthin gebracht, wo alle in Vechta entlaufenen Hunde zunächst untergebracht werden. Schon Ende Juni war „Bingo“ von zu Hause ausgebüxt.
Suchaufruf war diesmal gar nicht nötig
Die Beamten veröffentlichten zunächst einen Suchaufruf, doch der erübrigte sich schnell: Das Team des Klärwerks erkannte „Bingo“ noch vom letzten Mal wieder. Der Blick auf den implantierten Chip lieferte die Bestätigung. Bereits am Freitag kontaktierte das Klärwerk die Familie, die ihren Hund daraufhin wieder abholte. Bei den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich für den Wiederholungsgast inzwischen der Spitzname „unser Klärwerkshund“ eingebürgert.
Die Spur führte im Juni bis nach Polen
Beim ersten Ausflug Ende Juni war die Sache komplizierter: Der ausgelesene Chip verwies auf eine Registrierung in Polen. Das Klärwerk-Team stellte dort eine Anfrage, worauf die polnische Seite die in Vechta lebende Familie informierte, wo sie ihren Hund abholen konnte. So kam „Bingo“, in Polen gechippt und in Vechta zu Hause, schon damals wieder zurück.
Chip nur implantiert reicht nicht
Das Klärwerk-Team weist aus Erfahrung auf einen häufigen Fehler hin: Viele Hunde, die dort abgegeben werden, tragen zwar einen implantierten Chip, der aber nie aktiviert wurde. Halterinnen und Halter sollten den Chip eines neuen Hundes daher immer bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt aktivieren lassen. In Niedersachsen gilt für Hunde ab einem Alter von sechs Monaten ohnehin eine gesetzliche Chip- und Registrierungspflicht: Der genormte Mikrochip muss tierärztlich implantiert und der Hund anschließend im offiziellen Hunderegister Niedersachsen registriert werden.

