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Nussbaum-Werk reist von Osnabrück nach Stockholm

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Das Gemälde „Erinnerung an Norderney“ von Felix Nussbaum verlässt für mehrere Monate das Museumsquartier Osnabrück. Das Werk aus dem Jahr 1929 wird ab Herbst 2026 im Nationalmuseum Stockholm gezeigt. Dort ist es Teil einer großen internationalen Schau zur Geschichte des Küsten- und Badetourismus.

Bedeutendes Kunstwerk auf internationaler Reise

Das Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier Osnabrück verleiht eines seiner zentralen Werke an das Nationalmuseum Stockholm. Felix Nussbaums Gemälde „Erinnerung an Norderney“ aus dem Jahr 1929 wird dort im Rahmen der Ausstellung „Till havet!“ (deutsch: „Ans Meer!“) präsentiert. Die Schau versammelt rund 200 Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler und ist vom 24. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 in der schwedischen Hauptstadt zu sehen.

Für das Osnabrücker Museum ist die Ausstellungsbeteiligung eine besondere Anerkennung. Nussbaums Werk gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse seines Schaffens vor der Zeit der Verfolgung und des Exils. Die Insel Norderney, die dem Bild seinen Titel gibt, war für den Künstler ein wiederkehrender Bezugspunkt – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis mit den gesellschaftlichen Umbrüchen der Weimarer Republik verband.

Ausstellung beleuchtet Geschichte des Badetourismus

Die Stockholmer Schau widmet sich der Entwicklung des Küsten- und Badetourismus von den 1870er-Jahren bis in die jüngere Vergangenheit. Anhand von Gemälden, Fotografien und weiteren Exponaten zeichnet das Nationalmuseum nach, wie sich die Wahrnehmung von Meer und Strand im Laufe der Zeit veränderte – von einem Ort der Kur und gesellschaftlichen Repräsentation zu einem Sehnsuchtsort für Freizeit und Erholung, wie er heute vielfach verstanden wird.

Mit rund 200 Werken aus verschiedenen europäischen Ländern will die Ausstellung ein möglichst breites Bild dieser kulturellen Entwicklung zeichnen. Dass Nussbaums Norderney-Bild dabei einen festen Platz gefunden hat, unterstreicht die internationale Bedeutung des in Osnabrück geborenen Künstlers, dessen Werk bis heute im Felix-Nussbaum-Haus einen zentralen Platz einnimmt.

Für die Dauer der Leihgabe bleibt das Gemälde nicht in der Dauerausstellung des Osnabrücker Museums zu sehen. Wann genau das Werk nach Deutschland zurückkehrt, ließ die Stadt Osnabrück zunächst offen.

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