Das Museumsquartier Osnabrück lädt zu einer besonderen Stadtführung durch die Frühe Neuzeit ein. Im Mittelpunkt stehen Aberglaube, Hexenverfolgung und historische Tatorte der Stadt.
Ein Rundgang durch dunkle Kapitel der Stadtgeschichte
Die Stadtführung „Von Henkern, Folter und Hexenwahn“ führt Teilnehmende an historische Orte in Osnabrück, an denen sich einst dramatische Ereignisse abspielten. Termine sind der 30. Oktober und der 13. November, jeweils von 16 bis 18 Uhr. Veranstalter ist das Museumsquartier Osnabrück.
Im Zentrum steht die Zeit der Frühen Neuzeit, in der Angst, Aberglaube und Gewalt den Alltag vieler Menschen prägten. Pest-Epidemien, Kriege und Naturkatastrophen verstärkten damals die Vorstellung, das Böse habe die Stadt heimgesucht. Viele Menschen suchten Erklärungen für ihr Leid – und fanden diese oft in der Verfolgung vermeintlicher Hexen und Zauberer.
Zwischen Aberglaube und beginnender Wissenschaft
Die Führung beleuchtet eine Epoche, in der sich Aberglaube und wissenschaftliches Denken noch kaum unterscheiden ließen. Gerichtsprozesse gegen angebliche Hexen, öffentliche Hinrichtungen und Folter gehörten in dieser Zeit vielerorts zum Stadtbild – auch in Osnabrück. Die Teilnehmenden erfahren, welche Rolle die Stadt in diesem dunklen Kapitel der Geschichte spielte und wie sich Angst und Verfolgung auf das Zusammenleben der Menschen auswirkten.
Der Rundgang verbindet historische Fakten mit anschaulichen Schilderungen konkreter Schauplätze. Er richtet sich an alle, die sich für die Sozial- und Kriminalgeschichte der Stadt interessieren und mehr über die Hintergründe der Hexenverfolgung erfahren möchten.
Teilnahme und weitere Informationen
Die Führungen werden vom Museumsquartier Osnabrück angeboten und dauern jeweils zwei Stunden. Interessierte können sich für die Termine am 30. Oktober und 13. November anmelden. Weitere Details zu Treffpunkt, Kosten und Anmeldung sind über das Museumsquartier Osnabrück erhältlich.

