Die Menschen in Münster werden im Schnitt älter: Zwischen 2015 und 2025 stieg das Durchschnittsalter von 41,11 auf 41,88 Jahre. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der städtischen Statistikdienststelle hervor. Damit liegt Münster weiterhin unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.
Anstieg um 0,77 Jahre seit 2015
Die Statistikdienststelle der Stadt Münster hat das Durchschnittsalter der Bevölkerung über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgewertet. Grundlage der Analyse ist die sogenannte wohnberechtigte Bevölkerung, wie sie im städtischen Melderegister erfasst ist. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lag das Durchschnittsalter bei 41,88 Jahren – im Jahr 2015 waren es noch 41,11 Jahre. Der Anstieg fällt mit 0,77 Jahren vergleichsweise moderat aus.
Die Statistiker führen die Entwicklung vor allem auf die steigende Lebenserwartung zurück. Menschen werden demnach im Durchschnitt älter, was sich unmittelbar auf den statistischen Altersschnitt einer Stadt auswirkt. Andere Faktoren wie Geburtenrate oder Zuzug spielen bei der Berechnung ebenfalls eine Rolle, wurden in der aktuellen Auswertung aber nicht im Detail aufgeschlüsselt.
Münster bleibt jünger als Land und Bund
Trotz des Anstiegs schneidet Münster im Vergleich gut ab: Das Durchschnittsalter der Stadt liegt weiterhin unter dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen sowie unter dem bundesweiten Mittelwert. Ein Grund dafür dürfte die Struktur der Stadt als Universitätsstandort sein. Münster zieht traditionell viele junge Menschen an, die zum Studium oder für eine Ausbildung in die Stadt kommen und den demografischen Schnitt nach unten drücken.
Diese Sonderrolle als Hochschulstadt unterscheidet Münster von vielen anderen Kommunen in der Region, in denen die demografische Alterung stärker ausgeprägt ist. Die Statistikdienststelle wertet die Bevölkerungsdaten regelmäßig aus, um langfristige Trends sichtbar zu machen und der Stadtverwaltung eine Planungsgrundlage etwa für die soziale Infrastruktur zu liefern.
Was die Zahlen für die Stadtentwicklung bedeuten
Ein steigendes Durchschnittsalter hat Folgen für kommunale Planungen, etwa bei Pflegeeinrichtungen, medizinischer Versorgung oder dem Wohnungsangebot für ältere Menschen. Gleichzeitig bleibt Münster durch den hohen Anteil junger Menschen ein Sonderfall, der nicht ohne Weiteres mit anderen Städten vergleichbar ist. Die Stadt betont, dass sie die demografische Entwicklung weiter beobachten will, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Die vollständigen Zahlen sowie weitere demografische Kennwerte will die Statistikdienststelle im Rahmen ihrer regulären Berichterstattung veröffentlichen. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Stadtteilen liegt bislang nicht vor.

