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Grenzkontrolle: Drogen, gefälschte Führerscheine

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Deutsche und niederländische Sicherheitsbehörden haben am Dienstag gemeinsam einen Grenzübergang bei Wietmarschen kontrolliert. Dabei stießen die Einsatzkräfte auf Drogenkonsum am Steuer, gefälschte Führerscheine und mehrere weitere Verstöße. Insgesamt leiteten die Beamten rund ein Dutzend Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Gemeinsame Kontrolle an der deutsch-niederländischen Grenze

Am Dienstag, den 29. September 2026, richteten deutsche und niederländische Behörden auf dem Parkplatz „Erdbrandsiedlung“ an der B213 zwischen Nordhorn und Lohne eine gemeinsame Kontrollstelle ein. Die Leitung lag bei der niederländischen Politie und Douane, auf deutscher Seite koordinierte die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim den Einsatz. Beteiligt waren zudem die Bundespolizei, das Grenzüberschreitende Polizeiteam Bad Bentheim, das Hauptzollamt Osnabrück sowie die Koninklijke Marechaussee.

Der Verkehr in Richtung Lohne wurde über den Kontrollpunkt geleitet. Innerhalb weniger Stunden überprüften die Einsatzkräfte 67 Fahrzeuge und 92 Personen – mit deutlichem Ergebnis: mehrere Straftaten und Verkehrsverstöße kamen ans Licht.

Ein polnischer Fahrer stand offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, zudem musste er eine Sicherheitsleistung von 750 Euro hinterlegen. Bei zwei weiteren Kontrollen entdeckten die Beamten gefälschte Führerscheine: Ein 25-jähriger Ukrainer legte einen totalgefälschten litauischen Führerschein vor, ein 42-jähriger Landsmann einen gefälschten ukrainischen. Gegen beide wurden Strafverfahren eingeleitet.

100 Gramm Marihuana im Rucksack entdeckt

Besonders auffällig verhielt sich ein 53-jähriger Autofahrer aus Nordhorn: Beim Einfahren in die Kontrollstelle geriet er zweimal von der Fahrbahn ab. Ein Alkoholtest ergab 1,04 Promille, zudem gab der Mann an, zuvor Marihuana konsumiert zu haben. Die Polizei nahm zwei Blutproben.

Bei der anschließenden Fahrzeugdurchsuchung – unterstützt durch einen Diensthund – fanden die Beamten in einem Rucksack auf dem Rücksitz rund 100 Gramm Marihuana. Gegen den Fahrer laufen nun mehrere Verfahren.

Zahlreiche Verfahren nach der Kontrollaktion

Insgesamt ordneten die Einsatzkräfte fünf Blutproben an und stellten mehrere Gegenstände sicher. Die Bilanz des Einsatzes: drei Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ein Verfahren wegen Trunkenheit im Verkehr, vier Verfahren wegen Drogenfahrten, zwei Verfahren wegen Urkundenfälschung, ein Verfahren im Zusammenhang mit dem gefundenen Marihuana sowie drei weitere Ordnungswidrigkeiten.

Die Behörden werten die Aktion als Beleg für die enge Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Sicherheitskräften. Durch das koordinierte Vorgehen der spezialisierten Einheiten habe man innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Verstöße aufdecken und unmittelbar verfolgen können.

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