In Münster ist am Mittwoch der Grundstein für das künftige Polizeipräsidium gelegt worden. Innenminister Herbert Reul, Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf würdigten den Bau als bedeutende Investition in die Sicherheit der Stadt und des Münsterlands. Fertigstellung ist für Ende 2029 geplant.
Neubau auf ehemaligem Kasernengelände
Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Gremmendorf, an der Ecke Willy-Brandt-Weg/Albersloher Weg, entsteht das neue Polizeipräsidium Münster. Das Areal im Gewerbegebiet Loddenheide wurde bis zum Abzug der britischen Streitkräfte militärisch genutzt. Die CM Immobilien Entwicklung GmbH errichtet dort auf einer Mietfläche von 42.000 Quadratmetern rund 25.000 Quadratmeter Bürofläche mit etwa 1.000 Räumen.
CM-Geschäftsführer Michael Lüke nannte bei der Grundsteinlegung Zahlen zum Bauvorhaben: 550 Arbeiter sind derzeit auf der Baustelle im Einsatz, verbaut werden 145.000 Tonnen Beton und eine Million Klinker. Bereits 15.000 Lkw-Ladungen Erdaushub wurden abtransportiert. Die im Jahresbeginn gestarteten Arbeiten sollen Ende 2029 abgeschlossen sein, die Investitionssumme bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich. Errichtet wird das Gebäude von einer Projektgesellschaft, die unter Federführung und mit Mehrheitsbeteiligung von CM steht.
Politik betont Bedeutung für die Sicherheit
Innenminister Herbert Reul verwies bei der Zeremonie auf die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen für die Polizei: Sicherheit werde nicht von Gebäuden geschaffen, sondern von den Beamtinnen und Beamten selbst, die täglich – auch unter Gefahr – für die freiheitliche demokratische Grundordnung einstünden. Mit dem Neubau entstehe ein moderner Arbeitsplatz für die künftige Polizeiarbeit.
Oberbürgermeister Tilman Fuchs bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Baustein für die Sicherheit der Stadt und als zukunftsfähigen Ort für die Beschäftigten der Polizei. Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf, künftige Hausherrin des Gebäudes, hob die Signalwirkung des Neubaus hervor: Die schiere Größe des Projekts spiegele den personellen Zuwachs der vergangenen Jahre wider. Aktuell ist die Polizei Münster auf sechs Standorte verteilt – künftig sollen alle Kräfte an einem Ort zusammengeführt werden, was kürzere Wege und bessere Arbeitsbedingungen schaffen soll.
Zeitkapsel im Grundstein
Zum Abschluss der Zeremonie versenkten Reul, Fuchs, Dorndorf und Lüke ein Kapselbehältnis im Grundstein. Darin enthalten sind eine Tageszeitung vom 30. September 2026, eine Miniaturausgabe des Grundgesetzes, eine Plexiglasabbildung des Münsteraner Rathauses, eine Behörden-Münze der Polizei Münster sowie die aktuelle Unternehmenspräsentation von CM.

