Die Importpreise in Deutschland sind im August 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,3 Prozent gestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit Dezember 2022, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Die Preisdynamik hat sich damit in den vergangenen Monaten deutlich beschleunigt.
Stärkster Anstieg seit Dezember 2022
Die Einfuhrpreise in Deutschland lagen im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit erreichte die Teuerungsrate bei Importgütern den höchsten Wert seit Dezember 2022, als die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6 Prozent gestiegen waren. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die Zahlen im Rahmen seiner regelmäßigen Preisstatistik.
Im Vergleich zum Vormonat Juli 2026 zogen die Importpreise um 1,0 Prozent an. Dieser monatliche Anstieg zeigt, dass sich die Preisentwicklung nicht nur im Jahresvergleich, sondern auch kurzfristig verschärft hat.
Preisdynamik beschleunigt sich seit Monaten
Die aktuellen Zahlen fügen sich in einen Trend steigender Teuerungsraten ein. Im Juli 2026 hatte die Veränderungsrate der Importpreise gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei 6,8 Prozent gelegen, im Juni 2026 bei 6,1 Prozent. Der Anstieg von Monat zu Monat verdeutlicht eine kontinuierliche Verschärfung der Preisentwicklung bei eingeführten Waren.
Die Importpreisstatistik gilt als wichtiger Frühindikator für die allgemeine Inflationsentwicklung, da steigende Einfuhrpreise häufig mit Verzögerung auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Beobachter werten die aktuellen Daten daher als Signal für mögliche weitere Preissteigerungen in den kommenden Monaten.
Das Statistische Bundesamt wird die vollständigen Daten zur Außenhandelspreisentwicklung in den kommenden Wochen in einer detaillierten Fachserie veröffentlichen.

