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Mehrere Autos fahren auf einer mehrspurigen Straße

Landkreis Cloppenburg: 2,2 Millionen Euro aus Blitzern, neue Radwege ab 2028

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Knapp 31.000 Temposünder hat der Landkreis Cloppenburg 2025 mit seinen eigenen Blitzern erwischt. Zusammen brachten mobile und stationäre Messungen rund 2,2 Millionen Euro ein. Die Zahlen stellte die Verwaltung im Verkehrsausschuss vor, ebenso die Pläne für zwei Radwege und die Überarbeitung des Nahverkehrsplans.

Mobile und stationäre Blitzer im Vergleich

Die mobilen Messungen ergaben 14.514 Verstöße, davon 8.524 Verwarngelder und 5.990 Bußgelder. Eingenommen wurden dabei rund 1,16 Millionen Euro. Drei Kameras sind mobil im Einsatz, gemessen wird an 427 Stellen innerorts und 649 Stellen außerorts.

Die stationären Anlagen registrierten 16.461 Verstöße (8.823 Verwarngelder, 7.638 Bußgelder) und brachten knapp 1,06 Millionen Euro. Seit Anfang 2026 stehen an 16 festen Messplätzen fast überall neue TraffiTower mit je vier Kameras.

Wohin die Überschüsse fließen

Nach einem Kreistagsbeschluss darf der Überschuss nur für Verkehrssicherheit ausgegeben werden. Der Landkreis bezuschusst damit das Fahrsicherheitstraining der Kreisverkehrswacht Cloppenburg: Für Fahranfänger von 18 bis 24 Jahren übernimmt er die Kosten komplett, für 25- bis 34-Jährige zur Hälfte, ab 35 Jahren gibt es 50 Euro. Senioren ab 65 erhalten 30 Euro Zuschuss für die Aktion „Fit im Auto“. Der Kreiselternrat bekam 5.000 Euro für Fahrradhelme für Grundschüler, außerdem wurde das Schutzengelprojekt unterstützt. Die Rücklage lag 2025 bei rund 528.000 Euro.

K 179: breitere Fahrbahn und ein neues Radweg-Stück

An der K 179 (Garther Straße/Garther Heide) soll das südliche, 1,7 Kilometer lange Stück zwischen der L 836 und der Abzweigung Garther Straße/Garther Heide von 5,60 auf 6,00 Meter verbreitert werden. Der vorhandene Radweg wird dort 2,50 Meter breit. Auf dem nördlichen Abschnitt bis zur L 870 (Im Gartherfeld) gibt es auf rund 4,1 Kilometern bisher keinen Radweg, obwohl dort mehrere touristische Radrouten entlangführen, etwa der Geestweg und die Radroute der Megalithkultur. Laut Landkreis ist ein Radweg-Neubau an einem Teilstück der K 179 vorgesehen, wie lang dieses ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

K 172: breiterer Radweg zwischen Nutteln und Cloppenburg

An der K 172 (Warnsteder Straße/Kessener Weg) soll der Radweg vom Kreisverkehr in Nutteln bis zur Ortstafel Cloppenburg auf Höhe der Narzissenstraße auf rund 2,5 Kilometern auf mindestens 2,50 Meter verbreitert werden.

Zeitplan: Anlieger zuerst, Bau frühestens 2028

Für beide Vorhaben sind im Herbst Versammlungen für die Anlieger geplant. 2027 sollen die Genehmigungsverfahren laufen und Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) beantragt werden. Radwege werden zu 80 Prozent gefördert, Fahrbahnverbreiterungen zu 60 Prozent. Gebaut werden kann je nach Förderzusage frühestens ab 2028.

Nahverkehrsplan wird überarbeitet

Einstimmig empfiehlt der Ausschuss dem Kreistag, den erst im Dezember 2024 beschlossenen Nahverkehrsplan zu überarbeiten. Seither hat der Kreistag das Busangebot deutlich verändert. Die Linie 930 zwischen Löningen und Cloppenburg fährt über Ermke und Molbergen, die Linie OM 1 über Emstek. Die Buslinie L 900 zwischen Cloppenburg und Friesoythe wird zur landesbedeutsamen Linie ausgebaut, die Buslinie L 380 (Barßel, Edewecht, Oldenburg) weitergeführt. Für moobil+ gibt es ab 2029 ein neues Linienkonzept.

Hinzu kommen eine neue Schülerbeförderungssatzung, das Deutschlandticket und die Vergabe in Linienbündeln. Das Bündel C02 läuft seit September 2025, die Ausschreibung für C03 steht vor dem Abschluss. Damit übernimmt der Landkreis nach und nach auch die Regionallinien, auf denen rund 90 Prozent der Fahrgäste im Jedermannverkehr unterwegs sind, nach Kreisangaben etwa 1,22 Millionen Fahrten im Jahr. Der neue Plan soll den Busverkehr als Gesamtangebot betrachten, Mehrkosten vermeiden und die Fahrgastströme genauer auswerten.

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