Im Jahr 2025 wurden bei der Stadt Münster 123 Fälle von Gewalt gegen städtische Mitarbeitende gemeldet. Auch Beschäftigte der Abfallwirtschaftsbetriebe (awm) sind immer wieder Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Mit einer neuen Kampagne wollen die awm nun für mehr Respekt im Arbeitsalltag werben.
123 Gewaltfälle gegen städtisches Personal im Jahr 2025
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Allein im Jahr 2025 registrierten die Ämter und Einrichtungen der Stadt Münster insgesamt 123 Fälle von Gewalt gegen ihre Mitarbeitenden. Betroffen sind auch die Beschäftigten der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (awm), die bei ihrer täglichen Arbeit immer wieder mit verbalen Angriffen konfrontiert werden. Beleidigungen, aber auch körperliche Bedrohungen gehören für einige Mitarbeitende offenbar zum Arbeitsalltag.
Vor diesem Hintergrund haben die awm eine neue Wertschätzungskampagne gestartet. Unter dem Titel „Gemeinsam. Mit Respekt. Für Münster“ soll die Aktion auf die Problematik aufmerksam machen und für einen respektvolleren Umgang mit dem städtischen Personal werben.
Kampagne setzt auf Plakate, Radio und soziale Medien
Die Kampagne nutzt verschiedene Kanäle, um ihre Botschaft zu verbreiten. Plakate im Stadtgebiet, Radiospots sowie Beiträge in den sozialen Medien zeigen konkrete Situationen aus dem Arbeitsalltag der Mitarbeitenden. Dabei geht es nicht nur um die Darstellung von Konflikten, sondern auch um mögliche Lösungsansätze für einen respektvolleren Umgang miteinander.
Die Verantwortlichen der Stadt Münster betonen, dass sie die Rückmeldungen ihrer Beschäftigten ernst nehmen. Die Kampagne soll ein Zeichen setzen: Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, hat ein Recht darauf, ohne Anfeindungen seiner Tätigkeit nachzugehen.
Öffentlichkeitsarbeit als Reaktion auf steigende Konfliktfälle
Mit der Initiative reagiert die Stadt Münster auf eine Entwicklung, die auch aus anderen Kommunen bekannt ist: Beschäftigte im öffentlichen Dienst sehen sich zunehmend Aggressionen ausgesetzt, sei es bei der Müllabfuhr, in Bürgerämtern oder anderen städtischen Einrichtungen. Die neue Kampagne der awm soll dazu beitragen, das Bewusstsein für diese Problematik in der Bevölkerung zu schärfen und langfristig zu einem respektvolleren Miteinander beizutragen.

