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Gruppe von neun Personen mit Spendenscheck über 2.000 Euro und gerahmter Urkunde des Gewässerwettbewerbs Bach im Fluss

Schüler schleppen 20 Tonnen Kies: Wierau-Projekt in Bissendorf gewinnt Sonderpreis

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Rund 140 Kinder und Jugendliche aus drei Schulen haben an der Wierau in Bissendorf mit angepackt, jetzt gibt es dafür eine Auszeichnung. Der Verein zur Revitalisierung der Haseauen hat für das Projekt beim 9. Niedersächsischen Gewässerwettbewerb „Bach im Fluss“ den mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung erhalten. Überreicht wurde er in Hannover von Umweltminister Christian Meyer, Dr. Jan Arning, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags, und Karsten Behr, Geschäftsführer der Bingo-Umweltstiftung.

Mit Eimerketten in den Bach

Beteiligt waren 15 Klassen der Oberschule am Sonnensee, der Grundschule Wissingen und der Schule am Berg in Schledehausen. Auf sogenannten Bachbaustellen erkundeten sie zunächst mit Keschern, welche Tiere in der Wierau leben. Danach brachten sie per Eimerkette einen Teil von rund 20 Tonnen Kies in den Bach, wie er dort natürlich vorkommt. Daraus entstanden neue Kiesbänke, in denen Fische laichen und Kleintiere Unterschlupf finden.

Zugleich wurde das zu breit gewordene Bachbett schmaler. Totholz und Baumstubben lenken jetzt die Strömung und sorgen für mehr Abwechslung im Gewässer. Zwei neu angelegte Sohlgleiten machen die Wierau für Fische und andere Wassertiere wieder passierbar. Eine Exkursion mit Vortrag zum Fischotter ergänzte die Arbeit am Bach.

„Natur unmittelbar erleben“

Landrätin Anna Kebschull sieht in dem Projekt ein Beispiel dafür, wie Naturschutz gelingt, wenn viele Partner zusammenarbeiten und Kinder nicht nur über Umwelt reden, sondern selbst etwas tun. „Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren eigenen Händen dazu beigetragen, die Wierau ökologisch aufzuwerten“, sagte sie.

Neben dem Verein und den Schulen waren die Gemeinde Bissendorf, der Unterhaltungsverband Hase-Bever, der Fischerei-Schutzverein Wissingen, die Deutsche Umwelthilfe, die Deutsche Postcode Lotterie sowie die Untere Naturschutz- und die Untere Wasserbehörde des Landkreises Osnabrück beteiligt.

Wettbewerb läuft seit 2010

„Bach im Fluss“ wird alle zwei Jahre vom niedersächsischen Umweltministerium und den kommunalen Spitzenverbänden ausgerichtet, die Geschäftsstelle liegt bei der Kommunalen Umwelt-AktioN UAN. Ausgezeichnet werden Projekte, die Bäche und Flüsse naturnäher machen. In diesem Jahr gingen Preise in die Stadt Osterode sowie in die Landkreise Emsland, Celle, Cuxhaven, Holzminden, Rotenburg (Wümme) und Osnabrück.

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