Der Kreis Coesfeld gehört zu den Landkreisen in Deutschland, die am konsequentesten auf Recyclingpapier setzen. Im Landkreiswettbewerb des Papieratlas 2026 belegt er Platz vier. Diesen Rang teilt er sich mit den Landkreisen Bad Kreuznach, Celle und Starnberg, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Kreis Wesel. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR).
Verwaltung, Schulen und Hausdruckerei ohne Frischfaser
Ob im Kreishaus, in den Schulen des Kreises oder in der eigenen Druckerei: Verwendet wird ausschließlich Papier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel, die Quote liegt bei 100 Prozent. Zum Vergleich: Die 94 Landkreise, die sich in diesem Jahr beteiligt haben, kommen im Schnitt auf knapp 86 Prozent.
Eine Million Liter Wasser weniger
Gegenüber Papier aus frischen Fasern hat der Kreis nach Berechnung der IPR im vergangenen Jahr mehr als eine Million Liter Wasser und über 229.000 Kilowattstunden Energie eingespart. Die Wassermenge entspricht dem Tagesbedarf von mehr als 8.000 Menschen, die Energie würde rechnerisch 66 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen.
IPR-Sprecher Marc Gebauer nennt den Kreis bei der Papierbeschaffung einen Vorreiter, an dem sich andere Kommunen orientieren könnten.
Der Papieratlas seit 2008
Der Papieratlas erfasst jedes Jahr Papierverbrauch und Recyclingquoten öffentlicher Einrichtungen. Städte sind seit 2008 dabei, Hochschulen seit 2016 und Landkreise seit 2018. Partner sind unter anderem das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt sowie die kommunalen Spitzenverbände und der Deutsche Hochschulverband. Schirmherr ist Bundesumweltminister Carsten Schneider.

