Die niedersächsische Industrie hat im August 2026 preisbereinigt rund 2 Prozent weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Das meldet das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Dahinter stehen zwei gegensätzliche Entwicklungen: Aus dem Inland kamen fast 13 Prozent weniger Bestellungen, aus dem Ausland dagegen knapp 9 Prozent mehr.
Maschinenbau legt kräftig zu, Autoindustrie verliert
Unter den umsatzstärksten Branchen bekam der Maschinenbau 39 Prozent mehr Aufträge als im August 2025. Auch der sonstige Fahrzeugbau (plus 33 Prozent) und die Chemie (plus 22 Prozent) legten zu. Weniger bestellt wurde bei den Herstellern von Autos und Autoteilen (minus 11 Prozent) sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 8 Prozent). Bei den Investitionsgütern lag das Plus bei gut 2 Prozent, bei den Vorleistungsgütern ging die Nachfrage um knapp 10 Prozent zurück.
Deutlicher Rückgang gegenüber Juli
Im Vergleich zum Vormonat Juli sank der Auftragseingang insgesamt um 12,5 Prozent. Die Bestellungen aus dem Inland gingen um gut 8 Prozent zurück, die aus dem Ausland um fast 16 Prozent. Über die vergangenen drei Monate gerechnet liegt die Nachfrage aber noch 2,6 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Alle Zahlen sind vorläufig.

