Die Ausstellung mit archäologischen Funden aus der Gemeinde Geeste ist eröffnet und bis Ende Dezember 2026 im Foyer des Rathauses in Dalum zu sehen, während der Öffnungszeiten des Rathauses. Im Mittelpunkt stehen gut erhaltene Silbermünzen aus der Zeit zwischen 1590 und 1650, die die Hobbyarchäologen Maximilian Karrasch und Stefan Haupt mit dem Metalldetektor gefunden haben. Dazu kommen Fundstücke von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit.
Radtour zu den Fundstellen, nur zwölf Plätze
Passend zur Ausstellung bietet die Gemeinde eine geführte Radtour „Archäologische Schätze aus der Gemeinde Geeste“ an. Nach einem Blick in die Ausstellung führt die rund 30 Kilometer lange Strecke über Dalum, den Speichersee Geeste und das Biotop zu archäologischen Fundstellen bis nach Meppen. Dort gibt es eine Führung durch das Emsland Archäologie Museum und anschließend Kaffee und Kuchen im Café Koppelschleuse. Zurück geht es über Helte und Klein Hesepe. Die Teilnahme kostet 20 Euro einschließlich Führung, Kaffee und Kuchen. Weil nur zwölf Plätze frei sind, ist eine Anmeldung über www.geeste.de nötig.

Erste archäologische Ausstellung im Rathaus
Konzipiert haben die Schau die beiden Sondengänger zusammen mit Gemeindearchivar Dr. Martin Koers. Ausstellungen zu historischen Themen habe es in Geeste schon mehrere gegeben, eine archäologische in dieser Form sei aber eine Premiere, sagt Koers. Bürgermeister Helmut Höke eröffnete die Ausstellung in einer kleinen Feierstunde. Die Idee entstand vor etwa einem Jahr und wuchs nach Angaben von Stefan Haupt nach und nach über die ursprünglichen Pläne hinaus. Zu sehen ist auch eine Krippenfigur, die die Familie Baalmann aus Groß Hesepe als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Ohne Genehmigung keine Sondensuche
Einfach mit dem Metalldetektor losziehen darf niemand. Haupt, der seit rund zehn Jahren sucht, weist darauf hin, dass Sondengänger Lehrgänge absolvieren und Genehmigungen einholen müssen, unter anderem bei der Denkmalschutzbehörde des Landkreises Emsland und bei den Eigentümern der Flächen. Unter den Sondengängern gebe es inzwischen ein großes Netzwerk, berichtet Karrasch. Ihnen gehe es darum, Funde für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich zu machen: Besonders wertvolle Stücke gingen etwa ins Museum.
Die Ankündigung der Eröffnung lesen Sie hier.

