Im Kreis Coesfeld wird mehr als die Hälfte aller rechtlichen Betreuungen ehrenamtlich geführt. Um diesen Einsatz zu würdigen, haben die Betreuungsbehörde des Kreises und die Betreuungsvereine des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) die Ehrenamtlichen zu einer Dankeschön-Veranstaltung auf Burg Vischering in Lüdinghausen eingeladen.
Zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung
Rechtliche Betreuer kümmern sich um Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, etwa bei Behördengängen, Finanzen oder Gesundheitsfragen. Wie anspruchsvoll das ist, zeigte ein fachlicher Impuls unter anderem von Katharina Prasse an einem fiktiven Fall: Betreuung heißt nicht, für einen anderen Menschen zu entscheiden. Die Betreuer müssen dessen Wünsche respektieren und nur dort helfen, wo es nötig ist.
„Sie übernehmen eine unheimlich wichtige Aufgabe, die im Leben eines anderen Menschen einen echten Unterschied macht“, sagte Sozialdezernent Alexander Ruhe. Auch Alexandra Winkler, Leiterin des Gesundheitsamts, und Martina Wilke, stellvertretende Vorsitzende des SkF Lüdinghausen, dankten den Ehrenamtlichen.
Unterstützung für Betreuer
Wer eine ehrenamtliche Betreuung führt, steht damit nicht allein da. Bei Fragen helfen die Betreuungsbehörde des Kreises Coesfeld und die Betreuungsvereine des SkF in Dülmen, Coesfeld und Lüdinghausen. Für Musik und Unterhaltung sorgten bei der Feier die Tanzgruppe „Tetekumer Showfunken“ und die A-cappella-Gruppe „Adams Apfel“.

