Im Kreis Steinfurt sind am Mittwoch mehrere Betrugsversuche per Telefon registriert worden. Unbekannte Täter gaben sich als Angehörige in Notlagen aus, um an Geld zu gelangen. Dank aufmerksamer Opfer blieb es in allen Fällen beim Versuch.
Dramatische Geschichten am Telefon
Am Mittwoch, den 7. Oktober, haben unbekannte Täter in mehreren Orten des Kreises Steinfurt versucht, Menschen am Telefon zu betrügen. Betroffen waren unter anderem Altenberge, Ladbergen und Mettingen. Die Betrüger nutzten dabei die bekannte Masche des sogenannten Schockanrufs: Sie konfrontierten ihre Opfer mit erfundenen, dramatischen Geschichten, um sie emotional unter Druck zu setzen.
In zwei Fällen behaupteten die Anrufer, die Tochter oder der Sohn des Angerufenen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Dabei sei angeblich eine Person verletzt worden oder sogar ums Leben gekommen. In einem weiteren Fall erzählten die Täter einer Frau, ihre Tochter sei schwer erkrankt. Die Behandlung sei nur mit einem speziellen Medikament möglich, das einen fünfstelligen Betrag koste.
Aufmerksame Angehörige verhindern Schaden
In zwei Fällen erkannten Angehörige die Betrugsmasche rechtzeitig und verhinderten so eine Geldübergabe. Im dritten Fall beendeten die Täter das Gespräch von sich aus vorzeitig. Nach Angaben der Polizei Steinfurt entstand in keinem der Fälle ein finanzieller Schaden.
Polizei warnt und gibt Verhaltenstipps
Die Polizei Steinfurt warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und rät dazu, auch Familienmitglieder und Nachbarn entsprechend zu sensibilisieren. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte misstrauisch werden, wenn die geschilderte Geschichte unglaubwürdig erscheint. Wichtig sei zudem, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und im Zweifel sofort aufzulegen.
Die Polizei empfiehlt außerdem, Anrufer grundsätzlich aufzufordern, ihren Namen selbst zu nennen, statt diesen zu erraten. Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen sollten am Telefon niemals preisgegeben werden. Bei Unsicherheit rät die Polizei, Angehörige unter der bekannten Rufnummer selbst anzurufen, um den geschilderten Sachverhalt zu überprüfen.
Geld oder Wertsachen wie Schmuck sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden. Auch größere Geldbeträge oder Wertgegenstände sollten nicht zuhause, sondern sicher bei der Bank aufbewahrt werden. Wer Opfer eines Telefonbetrugs geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten. Weitere Informationen zu Betrugsmaschen und Handlungsempfehlungen bietet die Website der Polizeilichen Kriminalprävention unter polizei-beratung.de.

