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30 Jahre Internationale Dollard Route: Jubiläum

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Die Internationale Dollard Route (IDR) feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Der grenzüberschreitende Radwanderweg zwischen Deutschland und den Niederlanden entstand einst als Antwort auf wirtschaftliche Not und hohe Arbeitslosigkeit in der Region. Heute gehört er zu den beliebtesten Radrouten im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Aus der Krise geboren

Die Internationale Dollard Route wurde vor 30 Jahren ins Leben gerufen – zu einer Zeit, in der die Region beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatte. Die Idee: Mit einem grenzüberschreitenden Radwanderrundkurs sollte der Tourismus in der Region gestärkt und neue wirtschaftliche Impulse gesetzt werden. Gefördert wurde das Projekt über das Interreg-Programm der Europäischen Union mit dem programmatischen Titel „Tourismus ohne Grenzen“.

Dieter Schröer, damals Wirtschaftsförderer des Landkreises Leer, gilt als einer der Ideengeber der Route und wurde ihr erster Geschäftsführer. An die Anfangszeit erinnert er sich noch genau. Die Gründung der IDR war Teil eines größeren Bemühens, die Grenzregion touristisch enger zu verzahnen und den Menschen diesseits und jenseits der Grenze eine gemeinsame Perspektive zu geben.

Von der Idee zum etablierten Radweg

Was 1994 als vergleichsweise kurzer Rundkurs begann, hat sich über die Jahre deutlich weiterentwickelt. Heute ist die Internationale Dollard Route fast doppelt so lang wie bei ihrer Gründung. Immer wieder wurden neue Streckenabschnitte integriert, die Beschilderung verbessert und die touristische Infrastruktur entlang der Route ausgebaut. Radfahrerinnen und Radfahrer können auf dem Rundkurs heute durch Teile des Landkreises Leer sowie angrenzende niederländische Gebiete fahren und dabei Landschaft, Kultur und Geschichte der Grenzregion erleben.

Die Route hat sich im Laufe der drei Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des touristischen Angebots in der Region entwickelt. Sie steht beispielhaft dafür, wie aus einer wirtschaftlich motivierten Projektidee ein nachhaltiges, grenzüberschreitendes Infrastrukturprojekt werden kann, das bis heute Besucherinnen und Besucher aus beiden Ländern anzieht.

Jubiläum als Anlass zum Rückblick

Das 30-jährige Bestehen der IDR nimmt der Landkreis Leer nun zum Anlass, auf die Entwicklung des Projekts zurückzublicken. Die Geschichte der Route zeigt, wie europäische Förderprogramme wie Interreg konkret vor Ort wirken können – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Sinne einer engeren Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Kommunen. Die Internationale Dollard Route bleibt damit auch drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung ein sichtbares Symbol für die grenzüberschreitende Partnerschaft in der Region.

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